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Zombie Apocalypse: Never Die Alone Test / Review

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Veröffentlicht 23. Januar 2012 | 9:48 Uhr von Fabrice

Zombie Apocalypse Never Die Alone Titel

Bis zum heutigen Tag hat wohl ein Grossteil von allen passionierten Zockern abertausende Zombies getötet. Und wer sich regelmässig auf den virtuellen Marktplätzen der grossen Konsolen umsieht, der wird schon fast von einer Flut von Twin-Stick Shootern erschlagen.Im Herbst 2009 wurde mit Zombie Apocalypse ein Arcadespiel veröffentlicht, welches das Genre der Twin-Stick Shootern mit Zombies verband. Obwohl es im Kern kein mieses Spiel war, gab es viele Kritikpunkte wie fehlender Langzeitspielspass, eine nicht vorhandene Story und der unausgewogene Schwierigkeitsgrad, welcher Zombie Apocalypse in der Versenkung verschwinden liess. Umso überraschender kam da die letztjährige Veröffentlichung eines Nachfolgers. Dieser heisst Zombie Apocalypse: Never Die Alone, ist erneut nur per Download erhältlich und soll die grossen Kritikpunkte vom Erstling ausmerzen. Aber reichen ein besseres Einzelspielererlebnis, eine Hintergrundgeschichte und mehr Spielmodi aus, damit der zweite Teil nicht wie ein alter, einsamer Zombie vor sich hin gammelt?

 

Vier Knarren für ein Halleluja

Wie schon so oft, treffen sich während einer ausgebrochenen Zombieapokalypse vier völlig unterschiedliche Überlebende. Der kanadische Pater Bill, die einzelgängerische Alma, der britische Rapper Def Money und der selbst ernannte Pro Gamer Jeremy (letzterer bekannt durch die Internet Serie Pure Pwnage) müssen zusammenhalten um von einer Insel voller wandelnder Toten zu entkommen. Ihr Weg führt sie durch die Innenstadt, über einen Flugplatz bis an den Hafen. Dort wartet nämlich die gecharterte Luxusjacht von Def Money, welche die wohl einzige Fluchtmöglichkeit von der Insel ist. Unterwegs gibt es neben den Kämpfen mit den Zombiehorden, auch einige Wortgefechte zwischen den Überlebenden, da sie alle ihre ganz eigenen Persönlichkeiten haben. Jeremy hat beispielsweise ziemlichen Spass an der ganzen Zombieapokalypse, kann er doch endlich auch mal richtigen Zombies die Köpfe wegpusten. Pater Bill hingegen macht den Satan für die wandelnden Toten verantwortlich und bringt das auch zum Ausdruck.

Die Geschichte und die Figuren wurden ganz klar darauf ausgelegt, in einem B-Movie Stil daher zu kommen. Völlig überzeichnete Charaktere, lächerliche Gegnertypen und eine klischeehafte Hintergrundgeschichte sprechen für sich. Die Dialoge am Anfang und am Ende der Missionen sind auch ganz unterhaltsam beim ersten Mal. Richtig nervig sind jedoch die Sprüche die die Figuren innerhalb der Missionen von sich geben. Alleine Jeremy kann einem den letzten Nerv rauben. Wenn er in der gleichen, knapp 10-minütigen Mission zum zwölften Mal sein bescheidenes „u mad bro?“ vom Stapel lässt, dann ist das alles andere als witzig.

Ballern bis die Schwarte kracht

Wie bereits aus unzähligen Twin-Stick Shootern gewohnt, spielt man aus einer leicht versetzten Vogelperspektive, wodurch man stets einen grossen Ausschnitt der Spielwelt sehen kann. Die Spielfigur wird mit dem linken Stick gesteuert, der rechte Stick wird dazu genutzt in die entsprechende Richtung zu schiessen. Auf den Buttons sind Fähigkeiten wie ein Nahkampfangriff, Spezialattacken oder Explosivobjekte verfügbar. Dadurch ist die Steuerung einfach und leicht zugänglich. Insgesamt ballert man sich durch 10 Levels einmal quer über die einst malerische Insel Halfaux. Entweder spielt man alleine, wobei man dann jederzeit zwischen allen vier Figuren hin und her wechseln kann, oder man spielt mit bis zu drei anderen Spielern im lokalen Modus oder online. Entscheidet man sich aus einem Mangel an Mitspielern für ein Solo-Spiel, fällt das gar nicht mal so schlecht aus wie man vielleicht erwarten würde. Die künstliche Intelligenz der Charaktere ist ordentlich und schaffen es in der Regel problemlos gegen die Zombiehorden zu überleben. Spielt man alleine, ist es auch wichtig die Fähigkeiten und Stärken der Charaktere geschickt zu nutzen. Jede Figur verfügt über eine Fernkampfwaffe mit sehr unterschiedlichen Charakteristiken. Alma besitzt ein Scharfschützengewehr das zwar nur eine langsame Schussfrequenz hat, dafür hat es die grösste Reichweite von allen Waffen. Jeremy setzt dagegen auf eine Maschinenpistole mit mittlerer Reichweite und schneller Kadenz. Auch in Sachen Spezialfähigkeiten unterscheiden sich die Figuren deutlich. Pater Bills so genannte pwnage-Fähigkeit dauert am längsten bis sie aufgeladen ist, dafür schadet sie aber nicht nur Gegnern die in Bills Nähe sind, sondern sie heilt auch das ganze Team. Und auch die verfügbaren Wurfobjekte könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Molotowcocktail setzt Gegner in Brand, der C4-Plüschhase lockt Zombies an und vernichtet sie und die Boombox lässt alle Zombies auf dem Bildschirm tanzen, was nicht nur lustig aussieht, sondern sie auch zu noch grösseren Opfern macht als sei eh schon sind. Als Einzelspieler muss man jede Figur separat auswählen um die Fähigkeiten zu nutzen, was in hektischen Bosskämpfen manchmal arg stressig ist, was zu Fehlern und einem frühzeitigen Ableben führt. Doch gerade wenn jede Figur von einem menschlichen Spieler gesteuert wird, kann man gut im Team arbeiten um die Gegner noch effektiver zu plätten.

Die zehn Level der Kampagne können in ein paar Stunden problemlos gemeistert werden. In jedem der Level gibt es jedoch eine Liste mit Zusatzzielen, welche den Spieler mit zusätzlichem Geld belohnen. Dieses wiederum wird benötigt, um die Skills der Figuren zu verbessern. Jede Figur verfügt wie in einem Rollenspiel über Fähigkeiten wie Fern- oder Nahkampf, Geschwindigkeit oder Wurfobjekt. Diese verbessern sich durch die Nutzung, wodurch sie im Level aufsteigen. Um die verbesserten Fähigkeiten aber auch nutzen zu können, müssen sie erst mit Bargeld freigeschaltet werden. Wer seine Charaktere also auf die Höchststufe bringen will, muss mit allen spielen und ordentlich Geld verdienen. Die Mischung aus der Möglichkeit die Figuren stetig zu verbessern, einem Vierspieler-Koop und dem unterhaltsamen und leicht zugänglichen Gameplay machen das Spiel eigentlich zu einer guten Wahl für kooperative Spielstunden. Nach der Komplettierung der Geschichte, bekommt man zudem Zugriff auf Arenen in denen man versuchen muss, so lange wie möglich gegen Gegnernwellen zu überleben, so wie man es bereits aus dem Erstling kennt. Dies konnten wir aber leider nicht selbst ausprobieren, denn das Spiel hat uns bei unserem Test mehrmals ordentlich die Stimmung verhagelt.

Jeglicher Fortschritt einfach verloren

Leider gibt es in Zombie Apocalypse: Never Die Alone einen schwerwiegenden Fehler, welcher dazu führen kann, das man sämtlichen Fortschritt welchen man im Spiel gemacht hat, verlieren kann. Insgesamt haben wir bei unserem Test etwa 5 bis 6 Stunden in das Spiel investiert und dabei ist dieser Bug nicht nur einmal, sondern gleich zwei Mal aufgetreten. Beim ersten Mal haben wir ganz normal einen Level der Einzelspieler Kampagne beendet und sind in die Missionsauswahl zurückgekehrt. Komischerweise erscheinen dort alle bereits komplettierten Missionen, als nicht erledigt, was bei uns schon Argwohn auslöste. Als wir dann auch noch feststellten das sämtlicher Fortschritt in Sachen Charakterentwicklung ebenfalls weg waren, stellte sich der Frust schnell ein. Nun gut, das Spiel muss getestet werden, also haben wir das Spiel noch einmal von vorne angefangen. Dieses Mal
haben wir uns den lokalen Koop ausgesucht um uns gemeinsam durch die Gegner zu ballern. Doch erneut passierte es in der Mitte der Kampagne: sämtlicher Fortschritt war verloren! Doch dieses Mal noch extremer als beim ersten Mal, denn es geschah während eines laufenden Levels. So schaltete unser Mitspieler am Anfang der Mission die vierte Stufe einer seiner Fertigkeiten frei. Doch kurz darauf, schaltete er erneut die zweite Stufe derselben Fertigkeit frei. Er war verwirrt was geschehen war, doch ich sah bereits kommen was geschah. Erneut wurden sämtliche Fortschritte einfach gelöscht. Das so etwas überhaupt passieren kann, ist eigentlich schon fast unverschämt. Das es aber in so kurzer Zeit und scheinbar völlig willkürlich passiert, ist eine Frechheit für alle zahlenden Kunden. Unser Frust war so gross, das wir das Spiel seit diesem zweiten Vorfall nicht mehr angerührt haben. Schade drum, eigentlich macht es nämlich ziemlich viel Spass.

Unser Fazit

35 %

Eigentlich macht Zombie Apocalypse: Never Die Alone vieles deutlich besser als der Vorgänger. Mehr Abwechslung sorgen für deutlich mehr Langzeitmotivation, während das eigentliche Gameplay solide und besonders im Koop sehr unterhaltsam ist. Die Technik ist nicht weltbewegend, doch ausreichend für ein Spiel dieser Art. Das es jedoch einen Bug gibt der in nur knapp 6 Stunden Spielzeit zwei Mal zuschlagen kann und dabei jeglichen Fortschritt zunichte macht, ist kaum entschuldbar. Inzwischen gibt es das Spiel schon seit längerem auf den bekannten Onlinemarktplätzen, doch trotz Meldungen die es seit dem Release gibt, das dieser Bug auftreten kann, ist bisher noch kein Update erschienen welches das Problem ausmerzt. Deshalb ist unsere Empfehlung, das ihr dieses Spiel meiden sollt, wenn ihr nicht völlig frustriert werden wollt durch diesen Bug. Möglicherweise könnt ihr dutzende Stunden spielen ohne das es passiert, möglicherweise löscht es aber auch mehrmals alles was ihr bisher erreicht habt. Die Gesamtwertung die wir gegeben haben spiegelt diesen Umstand auch deutlich wieder. Würde dieses Problem nicht bestehen, würde das Spiel locker eine Wertung zwischen 70 % und 80 % bekommen. In diesem Zustand ist dies aber einfach nicht möglich.

Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
66 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
71 %

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