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Zone of the Enders HD Collection – Test/Review

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Veröffentlicht 27. März 2013 | 12:04 Uhr von Fabrice

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Hideo Kojima, die japanische Entwicklerlegende, ist wohl am besten bekannt für seine verworrene, epische und sehr videolastige Metal Gear Solid Reihe. Geht man weiter in seine Vergangenheit zurück, stösst man auf seine Cyberpunk-Abenteuer Snatcher und Policenauts. Doch dazwischen gab es noch zwei weitere Spiele. Fans dieser ehemals PS2-exklusiven Titel warten bis heute sehnsüchtig auf einen dritten Teil in der Serie.

Die Rede ist von Zone of the Enders und Zone of the Enders: The 2nd Runner, Mech-Actionspiele mit Anime-Zwischensequenzen. Und obwohl noch immer keine Fortsetzung am Horizont zu sehen ist, gibt es seit letztem Jahr eine Neuauflage der Originale in High Definition für PS3 und Xbox 360. Wir haben uns das Doppelpack passenderweise gleich noch für die Microsoft Konsole angeschaut und einem kleinen Test unterzogen.

Zone of the Enders

Das erste Zone of the Enders war schon bei seiner Veröffentlichung alles andere als ein Meisterwerk seiner Zeit. Heute, mehr als eine Dekade später, wird dies umso deutlicher. Aber alles der Reihe nach.   zone-of-the-enders-hd-screenshot-10

Die Geschichte dreht sich um Leo. Er ist ein Junge der in einer Jupiterkolonie lebt, welche von einer Armee attackiert wird. Diese Armee ist auf der Suche nach Jehuty, ein Orbital Frame, welcher einer der technologisch am weitesten entwickelten Mechs ist. Auf seiner Flucht stolpert Leo per Zufall über Jehuta und sucht in dessen Inneren Zuflucht. Unterstützt durch die interne K.I. A.D.A. Übernimmt er die Kontrolle über den mächtigen Mech im verzweifelten Kampf um die Kolonie.

Einen kleinen, weinerlichen Jungen als Hauptfigur zu nutzen ist generell eine eher schlechte Idee. Zone of the Enders ist ein perfektes Beispiel. Leo nervt und ist, wie auch die meisten Nebenfiguren, absolut uninteressant. Die Zwischensequenzen, miese Synchronisation inklusive, sind öde und ziehen sich viel zu lange hin. Die Geschichte ist, alles in allem, absolut nebensächlich und kann getrost völlig ausgelassen werden.

Spielerisch wird einem zwar deutlich mehr geboten, man merkt dem Spiel sein Alter von mehr als 10 Jahren jedoch an allen Ecken und Kanten an. Aus der 3rd-Person Ansicht kämpft man in der stählernen Haut von Jehuty gegen Gruppen von normalen Gegnern sowie ab und an gegen einen Boss. Im Kampf nutzt man eine Kombination aus Nahkampfangriffen mit einem Schwert, unterschiedlichen Fernkampfwaffen sowie schnelle Bewegungen zur Schadensvermeidung. Abgesehen von den oft kreativ gestalteten Bosskämpfen ist das Kampfsystem eher mau und erzeugt, besonders je länger sich das Spiel hinzieht, wenig Spannung und packende Action. Man kämpft selten gegen mehr als vielleicht drei Gegner gleichzeitig, was sehr schnell, sehr repetitiv ist.

Zone of the End HD Collection Auch technisch darf qualitativ nicht viel erwartet werden. Die Zwischensequenzen sind kantig, die Animationen eher hölzern und obwohl eher selten viel auf dem Bildschirm los ist, kommt das Spielgeschehen gern ins stottern. Die Musik ist zum vergessen, die Sprachausgabe oft sogar zum davon rennen.

Aus heutiger Sicht ist Zone of the Enders ein unterdurchschnittliches Spiel in fast allen Bereichen. Selbst durch die rosarote Nostalgiebrille gibt es wenig positives zu vermelden. Glücklicherweise gibt es auch noch den zweiten Teil, welcher vieles rausholen kann.

Zone of the Enders: The 2nd Runner

Glücklicherweise war das erste Zone of the Enders wohl nur so etwas wie eine erste Übung für das was noch kommen sollte. Denn Zone of the Enders: The 2nd Runner ist, auch aus heutiger Sicht, eine echte Granate und sollte von jedem guten Actionspielfan gespielt werden.

Dieses Mal dreht sich die Geschichte um Dingo, glücklicherweise kein kleines Kind, welcher ein ehemaliger Angehöriger der Armee aus dem ersten Teil ist. Nach einer tödlichen Wunde die ihm zugefügt wurde weil er Jehuty gefunden hat, wird er gerettet und übernimmt die Kontrolle über den Mech. Erneut hilft die K.I. A.D.A. dem Protagonisten um es seinen Mördern heimzuzahlen.

Im Gegensatz zum ersten Teil, wird dieses Mal auf eine erwachsene, spannendere Geschichte gesetzt. Leo aus dem ersten Teil taucht auch wieder auf und ist dieses Mal auch erträglicher. Sehr schön anzusehen sind die Zwischensequenzen welche die Geschichte voran treiben. Im Gegensatz zu den merkwürdigen CG-Anime Sequenzen aus dem Erstling, sind es dieses Mal richtige Animeszenen die gut aussehen. Die Geschichte ist zwar nicht ocarverdächtig aber interessant genug um einen bei der Stange zu halten. 

Was The 2nd Runner zu einem Spektakel macht ist jedoch die Action an und für sich. Statt einer Handvoll Gegnern, bekommt man es mit ganzen Schwärmen von kleinen, grossen oder Bossgegnern zu tun, regelmässig schön gut durchmischt. Man fliegt blitzschnell von Gegner zu Gegner, zerhackt die feindlichen Roboter mit dem Schwert, schnellt zurück um einen mächtigen Fernkampfangriff zu machen um innerhalb eines Sekundenbruchteils wieder im Nahkampf weiter zu machen. Es ist schnell, es ist flüssig und es kann so viel Spass machen wenn man den Dreh raus hat. Es braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit bis man es draussen hat, die Kamera ist nicht immer das Wahre wenn man sie nicht manuell ausrichtet. Zone of the End HD Collection Dennoch, man kann nicht abstreiten das das Kampfsystem, selbst heute, noch richtig befriedigend ausfallen kann. Wie schon im ersten Teil sind die Bosskämpfe hier richtige Highlights. Kämpfe gegne andere Orbital Frames sind spassig, erfordern Taktik und das nötige Fingerspitzengefühl. Sie können knifflig ausfallen, sind dafür umso besser wenn sie endlich in die Knie gezwungen hat.

Dieses Spektakel liegt auch an der Grafik an und für sich. Ja, es ist oft noch kantig und man sieht dem Spiel sein Alter an. Dennoch wird ein massives Effektfeuerwerk abgefackelt, was die Kämpfe nur noch umso befriedigender macht. Die miese Synchronisation aus dem ersten Teil ist auch nicht mehr ganz so schlimm, vergleichsweise aber immer noch unterdurchschnittlich zum heutigen Standard. Der Soundtrack wurde auch aufpoliert und untermalt die bombastischen Kämpfe umso passender. Leider sind Framerate-Einbrüche nicht ein Ding der Vergangenheit, denn die massive Action fordert immer wieder seinen Tribut was den Spielspass dann doch schmälern kann.

Unser Fazit

75 %

Wir haben es hier mit einer HD Collection zu tun, weshalb Wertungskriterien wie Grafik, Sound oder Steuerung nicht wirklich verwendet werden können. Deshalb greifen wir schlicht und einfach nur auf eine Gesamtbewertung für das Kombo-Paket zurück. Auch Pro- und Contra-Punkte sucht ihr hier vergeblich.

So unterdurchschnittlich Zone of the Enders aus heutiger Sicht ist, so gut hat sich Zone of the Enders: The 2nd Runner gehalten. Wo der Erstling eher langsam, zäh und storytechnisch furchtbar ist, punktet der Nachfolger mit packender Action und schön gemachten Anime-Sequenzen welche die unterhaltsame Geschichte voran treiben. Wer noch nie eines der Spiele gespielt hat, der sollte sich die Collection alleine für The 2nd Runner zulegen.

Pro

  • nicht verfügbar für diesen Test

Kontra

  • nicht verfügbar für diesen Test

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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