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Schlussmacher – Blu-ray Review / Kritik

Veröffentlicht 14. Juli 2013 | 17:32 Uhr von Nicolas




Schlussmacher

Eine Firma trennt professionell Pärchen. Paul Voigt ist bei dieser angestellt und trifft auf Probleme bei einer Trennung, die er nicht erwartet hat. Matthias Schweighöfer übernimmt bei Schlussmacher gleich mehrere Teile: Er ist gleiczeitig Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller. Ob diese Kombination gutgehen kann, erfahrt ihr in unserem Review zu Schlussmacher.

Paul Voigt arbeitet bei der Trennungsfirma Happy End und – wie der Namen vermuten lässt – trennt er professionell Pärchen. Er steht kurz vor seiner Tausendsten Trennung und einer Beförderung zum Partner. Ein Getrennter, Toto, will die Wahl seiner Ex-Freundin nicht hinnehmen, und bleibt vor ihrer Wohnung sitzen. Nachdem sich dieser sogar versucht umzubringen, nimmt Paul ihn zu sich nach Hause. Nach einem Gespräch mit seiner Freundin trennt sich Paul von dieser. Paul und Toto kommen erst nicht miteinander klar, aber nachdem Toto einen Auftrag rettet, beginnen die beiden zusammenzuarbeiten.

Schlussmacher-Screenshot-1

 

Gute Unterhaltung
Mit Schlussmacher zeigt Matthias Schweighöfer, was er drauf hat – und was nicht. Der Film ist alles andere als kreativ, er bietet nichts Neues. Dennoch – oder genau deshalb – funktioniert der Film gut. Die Story ist angenehm simpel: Ein Schönling und ein eher “Alternativer” müssen zusammen auskommen und werden Freunde. Der Aufbau ist wie aus dem Lehrbuch. Erster Akt: Aufbau der Beziehung. Zweiter Akt: Arbeiten an der Beziehung. Dritter Akt: Knick der Beziehung und Wiederaufbau. So funktioniert praktisch jede Komödie heutzutage, da ist auch Schlussmacher nicht anders. Der Film ist ein Feel-Good-Movie, vor allem für Pärchen. Der Witz und die Lehrstunde über Liebe gehen Hand in Hand und wechseln sich gegenseitig ab. Übermäßig komisch ist der Film zwar nicht, an einigen Stellen wird man sich ein Lachen oder zumindest ein Schmunzeln nicht verkneifen können. Die Abschnitte zum Thema Liebe erscheinen alle wahr und einleuchtend. Es sind aber eigentlich alles Aspekte, die bekannt sind, aber selten so direkt erkannt werden. Nicht selten nickten wir den Protagonisten bei einem solchen zustimmend zu.

Schweighöfer everywhere
Neben den ganzen Produktionsarbeiten hat Matthias Schweighöfer auch die Hauptrolle in Schlussmacher übernommen. Er ist ganz klar der Star dieses Films, sowohl vor als auch hinter der Kamera. Nicht zuletzt dank seiner Erfahrung im Business kann er in seiner Rolle als Trenner Paul Voigt überzeugen. Leider bleibt seine Figur über den ganzen Film etwas flach und kantenlos, dennoch wirkt er menschlich. Sein Weggefährte Toto wird von Milan Peschl dargestellt, der bereits in Schweighöfers Regiedebüt What a man eine Rolle spielte. Nicht zuletzt wegen der klassischen Naivität und Dümmlichkeit dieser Figur schliesst man sie ziemlich schnell ins Herz. Er ist der, der alles kaputt macht, darauf aber alles wieder gut macht und nicht so stupide ist wie man denkt. Da eigentlich die meiste Zeit nur mit den beiden verbracht wird, geht der restliche Cast etwas vergessen, schlecht spielt aber niemand.

Schlussmacher-Screenshot-2

 

Dickes B als Hauptdarsteller
Die Mehrheit des Films spielt in Berlin – und das verstecken die Macher auch nicht. Immer wieder gibt es Panorama-Aufnahmen der deutschen Hauptstadt, allesamt mit dem charismatischen Fernsehturm auf dem Alexanderplatz. Nach dem dritten Mal hat man dies aber auch gesehen und es wirkt etwas selbstverliebt, wie ein Werbefilm für Berlin. Ansonsten ist der Film gut produziert, einige lange Einstellungen ohne Schnitt dazwischen fanden den Weg ins Endprodukt. Ebenfalls etwas störend war der mehrfache Einsatz von Montageszenen und anderen Szenen, die mit Musik unterlegt sind. Gleich mehrere Abschnitte enthalten keine Dialoge, dafür Musik. Bei dieser hat man wenig bis nichts gewagt, wie beim ganzen Film an sich. Es ist immer dieselbe Art von Popmusik, die verwendet wird, Schade. Die Bildqualität der Blu-ray hingegen lässt kaum zu wünschen übrig, das Bild ist knackig und scharf, die Farben gefallen.

Fazit
Matthias Schweighöfers neustes Regie-, Produktions- und Schauspielerarbeit macht Laune, erfindet das Rad aber bei weitem nicht neu. Man könnte sagen, dass Schlussmacher quasi zu den Raketenglacés der Komödien gehört: Das altbekannte Konzept funktioniert. Der Film hat Herz und Humor, bietet aber nichts Neues. Gegen Ende gerät der Film etwas auf die schiefe Bahn, findet aber zur rechten Zeit wieder zurück und schließt solide ab. Für Pärchen ist Schlussmacher sehr gut geeignet, ebenso für einen “DVD-Abend mit der neuen Flamme”.


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