Sinister - Blu-ray Film-Test / Review / Movie Testbericht - insidegames

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Sinister – Blu-ray Film-Test / Review / Movie Testbericht

Veröffentlicht 12. August 2013 | 21:36 Uhr von Sandra




sinister

Horrorfilm ist nicht gleich Horrorfilm, das wissen Fans des gepflegten Schock und Schreck nur zu gut! Ungeachtet dessen unterteilt sich kein Genre so sehr in scheinbar endlose Untergruppierungen wie das Horror- und Grusel-Segment. Filme aus dem Bereich des Horrors haben eine lange Geschichte und gehen – filmisch betrachtet – in die Stummfilmzeit, und damit zu den Anfängen des Films an sich zurück. Kein Genre ist, bis heute, in der Lage sich auf die Fahnen zu schreiben fast immer erfolgreich zu sein. Sicher, Horrorstreifen buhlen nicht mit aufdringlicher Werbung in TV, Zeitung oder via Plakat um Zuschauer und Horrorstreifen werden gerne in Themen relevanten Magazinen und Co. außen vorgelassen. Und doch ist die Fangemeinde des Horrors groß, treu und immer wieder für neues Material dieser Art zu haben. Gefällt einem Horrorfan ein Streifen, wunderbar … aber wehe dem, ein Film schießt, wie auch immer geartet, am Ziel vorbei oder verfehlt seine Wirkung. Wenn jemand gnadenlos urteilt, dann Horrorfans, weil sie einfach schlicht wissen, was sie wollen …

Was ist Horror?

„Horror ist eine Gattung der Phantastik, in deren Fiktionen das Unmögliche in einer Welt möglich und real wird, die der unseren weitgehend gleicht, und wo Menschen, die uns ebenfalls gleichen, auf diese Anzeichen der Brüchigkeit ihrer Welt mit Grauen reagieren.“
(Hans D. Baumann: Definition des Genres in Horror. Die Lust am Grauen)

Abgesehen von dieser Definition, welche eine Art Grundriss schafft, tummeln sich natürlich viele weitere Optionen im Becken, die das Segment beschreiben. Auch der übergeordnete Typus sowie seine wieder vorhandenen Schubladen sind relevant, den Horrorfilm ansatzweise einzuordnen. Beispiele für Typus sind u.a. Gothic, Monster, Psychologie, Gore, Slasher, Exploitation und andere. Auch die sogenannten Paranormal Activity (Shaky-Cam) gehören zum Horror-Segment, wobei dies eher als Phänomen, denn als ernstzunehmendes Genre zu verbuchen gilt. Anfänglich als neu und frisch betrachtet, hat sich die Wackelkamera schnell abgenutzt. Und unterm Strich ist es in den allermeisten Fällen eine Art Zeitfrage, die ein Stück weit darüber Auskunft gibt, welche Horror-Form nebst Unterarten gerade „in“ ist – wie man so schön sagt. Jedes Genre, jeder Typus hat seine Zeit, die kommt und wieder geht, kommt und wieder geht. Und während Wackel-Cams schon sowas wie wieder total „out“ sind, halten sich die gängigen Horror-Kandidaten nach wie vor gut über Wasser und servieren nicht selten einen mehr als nur brauchbaren neuen Film.

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Haunted House …

… ist nicht nur ein Lable sowie gern genommener Filmtitel, sondern auch eine so weit eigenständige Kategorie im breitegefächerten Bereich der Horrorfilme. Und Sinister (engl. für unheilvoll) unter der Regie von Scott Derrickson (Hellraiser V, Der Exorzismus der Emily Rose, Der Tag an dem die Erde Stillstand, u.a.) ist ein Film, der diesem Format entspricht und die Geschehnisse eines Gruselhauses ins Zentrum seiner Ereignisse rückt …

True-Crime-Autor Ellison (Ethan Hawke) hat schon eine kleine Weile keinen wirklichen Hit mehr gelandet. Der letzte Erfolg liegt lange zurück und der Ruhm war nur von kurzer Dauer. Immerhin hatte Ellison lange Zeit das Vergnügen mit der Polizei, denn sein Beststeller bediente sich einem Ermittlungsfehler eben jener Behörde und das war bei den Gesetzeshütern wenig bis gar nicht gerne gesehen. Nachfolgende Publikationen Ellisons liefen mehr schlecht als recht, also muss endlich etwas gefunden werden, dass den Stoff des Erfolgs liefert. Was liegt näher als ein Haus mit Vergangenheit. Selbiges ist, wie nicht anders zu erwarten, alles andere als rosarot romantisch, sondern mit Unheil, Tod und Leid verbunden, denn eine Familie, mit Ausnahme einer einzigen Tochter, hat im Garten des Anwesens einen schrecklichen Tod gefunden. Doch schon kurz nach dem Einzug ins das neue Haus offenbart sich, dass sein neuer angestrebter Besteller einen hohen Preis fordern wird!

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Okkultismus, Dämonen und der Mann mit der Maske

Horror- bzw. Gruselstreifen leben ein Stück weit von ihrem Überraschungsmoment. Das trifft nicht nur auf die Geschehnisse an sich zu, sondern auch und insbesondere auf die zugrunde liegende Story. Im Falle von Sinister geht es sehr schnell zur Sache und Regisseur Derrickson hat es geschafft das anfänglich aufgenommene Tempo bis zum Schluss durchzuhalten. Das ist insofern eine Art Glanzleistung, denn der Streifen ist mit seinen rund zwei Stunden kein Kurzfilm und Länge kann einem solchen Thema schon gerne einmal schaden. Atmosphärisch dicht vermögen die Ereignisse in den Bann zu ziehen und werfen natürlich Fragen auf. Gekoppelt mit „was passiert als nächstes“ oder „wie passt das zusammen“ hat Sinister grundlegend einmal alles, was ein psychologisch angehauchter Haunted House-Movie braucht. Dass Derrikson gelegentlich in Sachen Drehbuch etwas arg in die Kiste greift und recht viele Elemente des Horrorgenres integriert kann man so oder so sehen. Wir haben es durchaus positiv erachtet, nicht zuletzt, da Ethan Hawke als Ellison überzeugend spielt. Seine Zerrissenheit einen Bestseller abliefern zu wollen, dafür die grausamen Geheimnisse, die mit dem Haus in Verbindung stehen zu lüften und gleichzeitig wieder seine Familie schützen zu wollen, transportiert er glaubhaft. Natürlich bleibt es nicht aus, dass es hin und wieder zu Logik-Fehlern kommt – aber dafür ist es Phantastik, oder nicht?! Die verhältnismäßig wenigen Ungereimtheiten sind zu verschmerzen und schmälern die Wirkung des Gesamtpakets nicht.

Dass das Projekt im Ganzen funktioniert, ist auch James Ransone (The Wire, u.a.) zu verdanken, der als agierender Gesetzeshüter im Ort ebenfalls daran interessiert ist die Vorkommnisse im Haus von Ellison aufzuklären. Unterstützt werden die beiden Herren zudem noch von Professor Jonas (Vincent D’Onofrio), der sich mit Dämonen anbetenden Kulten auskennt.

Zweifelsohne verdienen die im Film enthaltenen als auch sehr elementaren Super-8-Aufnahmen großes Lob. Brachial, heftig, gewalttätig und böse lassen sich diese Streifen zusammenfassen, die durchaus in der Lage sind euch als Betrachter die Nackenhärchen aufzustellen. Darsteller sowie Effekte zusammen mit der zu jederzeit einwandfrei funktionierenden Sounduntermalung (Musik, Geräusche, etc.) liefern mal mehr, mal weniger Schock-Momente und das so gut wie von der ersten bis auch zur letzten Minute, da die Geschehnisse mit einem nicht zwingend vorhersehbaren Ende aufgelöst werden – großartig!

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Fazit:

Ohne jede Frage, wie einleitend erläutert – Horror muss man, sagen wir einmal so, generell mögen oder dem Ganzen schlichtweg nicht abgeneigt sein. Wie in jedem anderen Genre auch gibt es die berühmten „Hui-„ und „Pfui“-Filme und natürlich ist es stets eine Geschmacksfrage, ob der jeweilige Gruselstreifen beim Betrachter gut ankommt – oder auch nicht. Im Falle von Sinister sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir Logik-Fehler ignorieren. Erstens sind es wenige und zweitens, es passiert den Besten – welcher Film ist am Ende frei von Fehlern. Wenn denn, dann kann man Sinister allenfalls, sofern man das will, vorwerfen zu dick bepackt zu sein, da viele Elemente und Abzweige aus dem Horror-Bereich den Weg in den fertigen Streifen gefunden haben. Wir jedoch finden, dass Scott Derrickson mit Sinister ein durchaus großer Wurf gelungen ist, denn die abgedrehte Story, die Fülle, die Dichte, die sehr gute Atmosphäre, die tollen Darsteller – großes Lob auch an die jungen Mimen des Films – überzeugen und bieten gute zwei Stunden astreine Horror-Unterhaltung – die vor allem mehr als nur ein bisschen in der Lage ist den derzeit eher schwachbrüstigen Blu-ray Veröffentlichungen Marke „Hollywood Blockbustern“ zu zeigen, wie ein guter Film auszusehen hat! Horrorfans: Wir empfehlen – zugreifen und ansehen!

 

Sinister Trailer


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