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Steel Diver – Review

Veröffentlicht 13. Mai 2011 | 0:21 Uhr von Keysjore




Steel Diver 3D Logo 150x150

Nintendo lädt euch ein zu einem actionreichen Unterwasser-2D-Side-Scroller. Clever platziert im europäischen Release-Kalender erscheint Steel Diver, anders als wie im Ausland, bei uns im verfrühten Sommerloch. Setzt man allerdings die rosarote Taucherbrille einmal ab und macht sich über den Titel schlau, merkt man ganz schnell, dass dieser gar nicht mehr so taufrisch ist. Vor geschlagenen sechs Jahren, auf der E3 2004, präsentierte Nintendo eine „Submarine“-Techdemo für den DS – der Prototyp für den heutige Steel Diver. Laut Mastermind Miyamoto haben Nintendos Jungs und Mädels geschlagene sechs Jahre an Steel Diver getüftelt. Hat diese Wartezeit geholfen? Ich bin für euch abgetaucht und habe unter dem Meeresspiegel nach etwas Spielspaß gefischt.

Was bist du?

Ist es ein Action-Strategiespiel? Ist es ein Geschicklichkeitsspiel? Nein! Es ist eine langweilige Tauchsimulation! Auch dieser 3DS-Titel schafft es nicht einen ordentlichen Umfang dem Käufer zu präsentieren. Die Tauchsimulation teilt sich in drei eigenständige Modi auf: Die „Seeschlacht“ (ein hässliches »Schiffe versenken« auf Hexfeldern), der „Periskop“-Modus und der Missionsmodus, in dem ihr die meiste Zeit verbringen werdet.
Der Missionsmodus gabelt sich in zwei weiteren Modi, die gerade einmal je acht kurze Missionen umfassen. In den Zeitmissionen müsst ihr euer U-Boot so schnell wie möglich durch die verwinkelte Unterwasserlandschaft manövrieren. Die sogenannten Spezialmissionen stellen die Story des Spiels dar, wobei man wohl kaum von Story reden kann, denn Steel Diver verfügt nämlich über eine grauenhafte Präsentation.

Ben Triton Vs. Schurkenstaat

Eine richtige Geschichte gibt es nicht. Die Rede ist von einem dubiosen Schurkenstaat der im Jahre 19XX (nein, keine Nazis) die Weltherrschaft anstrebt. Nur ihr könnt das Unheil bekämpfen, in dem ihr euch auf knifflige Unterwassermissionen einlasst. Zur Auswahl stehen euch drei U-Boote, die je von einem unterschiedlichen Kommandant geführt werden. Da ich mich schon immer wie ein Ben Triton gefühlt habe, entscheide ich mich für das Mittlere. Die U-Boote unterscheiden sich in durch Manövrierbarkeit, Geschwindigkeit und Bewaffnung. Alle werden grundsätzlich über zwei Schieberegler auf dem Touchpad kontrolliert, die für Tauchhöhe und Geschwindigkeit zuständig sind – bei zwei von drei Schiffen dient ein dritter Regler noch der Ausrichtung des Neigungswinkels. Die markante Steuerung ist der Dreh- und Angelpunkt von Steel Diver. Schnell kann es zu wildem Rumgewische auf dem Touchpad kommen, wenn die Zeit einem im Nacken sitzt, explosive Minen ins Wasser hageln und vor euch eine Felswand stätig näher kommt. Man merkt, es ist gar nicht so leicht Geschwindigkeit und Neigung anzupassen und dabei noch die Gefahren der Unterwasserwelt zu meistern. Abseits der geringen Missionsauswahl gibt es dafür durchaus hübsche, abwechslungsreiche Szenarien: einen Unterwasser-Vulkan, eine Urwaldregion oder Unterwasser-Festungen. Jede Mission wirft euch in ein neues Umfeld mit neuen Gefahren und Situationen, denen ihr erst einmal gewachsen sein müsst. Neben den alltäglichen Unterwassergefahren erwarten euch noch die ein oder anderen Endgegner. Sei es ein feindliches Kriegsschiff, das ihr mit euren Torpedos in die Mangel nehmen müsst, oder eine skurriler, gigantischer Tintenfisch. Leider endet der Spielspaß so schnell wie er begonnen hat, nach ca. 2 Stunden hat man alle acht Missionen gesehen. Was einem noch bleibt ist den Modus mit einem der anderen beiden U-Boot durchzuspielen oder die Rekordzeiten der Entwickler zu knacken.

Bewegungsfreiheit

Interessanter ist da schon die zweite Spielvariante: Das Periskop. An dem findet man sich nach jeder Kampagnenmission wieder, außerdem kann man sich den Spaß auch direkt vom Hauptmenü aus gönnen. In einer stark begrenzen Zeitspanne müsst ihr mit eurem U-Boot möglichst viele gegnerische Schiffe versenken. Diese ziehen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit über den Bildschirm; zudem müsst ihre eure Torpedolaufbahn berechnen, um einen Treffer zu landen. Hat man die Quote erfüllt (bzw. ist die Zeit abgelaufen), wird abgerechnet: Je nach Sinkquote bekommt ihr bestimmte Aufkleber für euren Unterwasser-Kahn, die euch spezielle Eigenschaften verleihen, wie z.B. eine Radar-Anzeige für feindliche Schiffe oder etwas höhere Bewegungsgeschwindigkeit. Eigentlich eine super Idee, verdrängt man die Tatsache, das man die gleichen Boni immer wieder neue holen muss, damit man sie überhaupt wieder nutzen kann. Das aber eigentlich Interessante an dem Modus ist die innovative Steuerung. Steel Diver ist der erste 3DS-Titel, der die Bewegungssensoren des Nintendo-Handheld sinnvoll nutzt: Man hält sich den 3DS vor das Gesicht und rotiert (am besten auf einem Drehstuhl) herum. Zeitweilig kommt so echtes U-Boot-Feeling auf und sorgt für einen gewissen spaßigen Effekt. Nett!

Trübe Gewässer

Steuerungstechnisch befinden wir uns zwar in 3DS-Gewässer, grafisch aber leider auf für den ersten DS so typischen N64-Niveau. Während ansehnliche Himmel- und Wassereffekte in einigen Levels noch positiv auffallen, sehen die Schiffchen und Umgebungselemente stark verpixelt aus. Besonders im Periskop-Modus zeigt sich Steel Diver von seiner altbackenen Seite. Auch der 3D-Effekt kann das Steuer nicht mehr herumreißen und hat fast keinen Effekt auf das Gesamtbild der Grafik. Mayday! Richtig böse wird es bei den Endgegnern, diese sorgen leider für negativ auffallende Framerate-Einbrüche. Die Steuerung von Steel Diver ist zwar außerordentlich interessant und sorgt für einigen ungewöhnlichen Spielspaß. Man darf hier bei aber den Unterschied zwischen Action und Stress nicht vergessen. Steel Diver ist kein actiongeladenes Spiel, lediglich die Steuerung simuliert diesen Effekt. Zum Glück hält sich das Touchpad-Chaos in Grenzen und schützt zartbesaitete Spieler vor dem Nervenkollaps. Ein wahres Lob hat sich dagegen die Bewegunssensorsteuerung verdient: Auch wenn diese nur eine nette kurzweilige Spielerei in Steel Diver darstellt, funktioniert diese aber erstaunlich präzise. Hoffentlich sehen wir davon in zukünftigen 3DS-Titeln mehr!


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