Stirb Langsam 5 – Blu-ray Review / Kritik - insidegames

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Stirb Langsam 5 – Blu-ray Review / Kritik

Veröffentlicht 8. Juli 2013 | 17:29 Uhr von Nicolas




Stirb-Langsam-5

Mit Stirb Langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben meldet sich John McClane zurück. In Russland wird sein Sohn verhaftet und er will ihn aus dem Gefängnis holen. Mit John Moore und Skip Woods wurden zwei mäßig anerkannte Leute für die Regie bzw. das Drehbuch verpflichtet. Wie sich das auf den Film auswirkt, erfahrt ihr in unserem Review zu Stirb Langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben.

Der New Yorker Polizist John McClane erfährt, dass sein Sohn Jack in Russland verhaftet wurde. Nun fliegt er über den großen Teich, um seinem Sprössling zu helfen. Kaum angekommen, muss er mit ansehen, wie das Gerichtsgebäude, in welchem Jack und ein weiterer Angeklagter angehört werden, in die Luft gesprengt wird. Der Angeklagte, ein Russe, und Jack können fliehen, werden aber von John gestellt. Nach einem längeren Hin und Her erfährt John, dass sein Sohn für die CIA arbeitet und der Russe eine wichtige Rolle spielt, einen korrupten russischen Politiker zu entlarven.

Ein Haufen falscher Entscheidungen
Stirb Langsam 5 ist kein guter Film, ganz im Gegenteil. Dies hat diverse Gründe. Erstens wäre da das Drehbuch. Die Story ist so simpel, aber trotzdem völlig unsinnig. Sie geht nach dem billigsten Actionplot, den man sich vorstellen kann. Einmal mehr sind die Russen die Bösen, einmal mehr geht es um Atomwaffen, einmal mehr geht es um Chernobyl. Alles ist ausgelutscht, der Film bietet nichts Neues. Das Schlimmste ist aber, dass Altbewährtes verhunzt wird. Die Dialoge sind plump, die Charaktere langweilig bis nervig. Im ganzen Film kommt keine Spannung auf, ein klarer Bösewicht fehlt. Alles, was die bisherigen Die Hard-Filme ausgemacht hat, wurde in A Good Day To Die Hard mit Füssen getreten. Wäre auf dem Plakat im Kino bzw. auf dem Cover der Blu-ray jemand anderes als Bruce Willis zu sehen und stünde dort nicht Stirb Langsam, wäre es einfach ein gewöhnlicher Actionfilm.

Willis nicht gleich McClane
Das zweite Problem ist, dass der Charakter John McClane nicht wirklich vorhanden ist. Nur weil Bruce Willis auf der Leinwand zu sehen ist, heisst das nicht, dass automatisch John McClane zu sehen ist. John McClane war einst ein hartgesottener, sterblicher Cop aus New York. Mittlerweile ist er zu einem immortalen Superhelden avanciert, der nicht einmal einen Kratzer hat, nachdem sich sein Auto mehrmals überschlagen hat. Das liegt zu einem Teil an Bruce Willis, denn er spielt in praktisch keinem Film mehr einen Charakter, er spielt sich selbst. Sein Sohn Jack, gespielt von Jai Courtney, geht einem schneller auf die Nerven als ein schreiendes Kind. Ständig sagt er, was für ein schlechter Vater John war und dass er ihn nie umarmt habe. Ein Seitenhieb hätte gereicht, aber nein, der ganze Charakter von Jack wurde so gezeichnet. Die russische Fraktion des Films war okay dafür, was das Drehbuch eben hergab. Rasha Bukvic als karottenkauender, aufgeblasener Mistkerl war aber beinahe so lästig wie Jack McClane. Der Rest ist so vergessbar wie der Film an sich.

Der falsche Regisseur
Das dritte und wohl grösste Problem ist der Regisseur. John Moore hat bisher keinen guten Film geschaffen, noch nicht einmal einen soliden. Seine letzte Regiearbeit war die Verfilmung von Max Payne, die bei den Fans der Spiele, den Kinobesuchern und den Kritikern alles andere als gut ankam. Mit Stirb Langsam 5 tut er den Fans des Franchises keinen Gefallen. Wie bereits gesagt, ist John McClane zu einem Superhelden geworden. Der Realismus entwich nicht nur der Figur, sondern dem gesamten Film. Surrealistische Darstellungen in Actionfilmen ist heutzutage zu einem gewissen Grad Gang und Gäbe. Wenn ein Truck aber von einer Autobahnbrücke durch ein Pflastersteinrohr auf die untere Fahrbahn geschleudert wird und die Bösewichte ohne grosse Schrammen überleben, kommen die Zweifel. Wäre die Action wenigstens gut gefilmt, wäre dies zu verkraften. Wieso Konjunktiv? Es ist nicht gut gefilmt. Alles ist verwackelt, sodass man kaum etwas erkennen kann. Die einzige gute Actionsequenz ist gleichzeitig die letzte des Films – und im Trailer zu sehen. Zu allem Übel ist die Qualität der Blu-ray vergleichsweise schwach. Körniges Bild ist keine Seltenheit, auch bei gut belichteten Schauplätzen.

Fazit
Im fünften Anlauf geht dem Franchise langsam die Luft aus. Stirb Langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben verfehlt die Erwartungen bei weitem. Ein langweiliger Bösewicht, ein nichtvorhandener John McClane und ein unfähiger Regisseur reissen den Film in die Tiefe. Nicht einmal als normaler Actionfilm ohne Die Hard-Aufdruck ist der Film schwach. Verwackelte Action, ein sinnfreier und klischeebeladener Plot verhelfen dem Film zur Katastrophe. Wem zwei spassige Actionszenen in 100 Minuten reichen, kann bei diesem Film zugreifen. Mit etwas höheren Ansprüchen – vor allem an einen Die Hard-Film – sollte man A Good Day To Die Hard meiden.


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