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The Elder Scrolls Online – Summerset-Erweiterung Preview / Vorschau

Veröffentlicht 4. Mai 2018 | 23:09 Uhr von Luca




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Am 21. Mai 2018 (5. Juni für PS4 und Xbox One) soll mit The Elder Scrolls Online: Summerset das nächste sogenannte Kapitel für das MMORPG erscheinen. Wie auch schon beim letztes Jahr erschienenen Morrowind-Kapitel wird für ESO: Summerset das Basisspiel benötigt. Apropos Morrowind – während das letztjährige Kapitel mit dem gewählten Setting durch den Nostalgieeffekt ein leichtes Spiel hatte, muss ESO: Summerset auf komplett neuem Terrain (mit Ausnahme von The Elder Scrolls: Arena, aber das war ja vor 24 Jahren) Fuß fassen. Ob dies klappt? Wir haben ESO: Summerset auf dem Testserver der geschlossenen Beta angespielt.

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The Elder Scrolls Online: Summerset schließt storytechnisch an die Handlung des Basisspiels an, deren Bogen zuletzt mit dem Morrowind-Kapitel und dem Clockwork City DLC weitergespannt wurde, kann jedoch auch ohne Vorkenntnisse genossen werden.

Zunächst spielen wir ein Tutorial durch, sehr ähnlich dem des Basisspiels. Sämtliche Spielmechaniken werden erklärt, auch Neulinge können daher getrost mit ESO: Summerset den Einstieg in die Onlinewelt von Tamriel wagen. Nach dem Aufwachen treffen wir ein Mitglied des Psijic-Ordens und bald darauf, sofern wir im Basisspiel die Questline des Aldmeri-Dominions gespielt haben, auf einen alten Bekannten. Dieser führt uns in die Geschehnisse ein:

Für lange Zeit waren die Grenzen der Insel Summerset – zu Deutsch «Sommersend» – geschlossen. Daher sorgt die Entscheidung von Königin Ayrenn des Aldmeri-Dominions, diese Grenzen zu öffnen, für ziemlichen Aufruhr, denn die Hochelfen, welche fest davon überzeugt sind, von den Aedra (den Göttern) abzustammen, sind bekanntlich ein eitles Völkchen und daher seit eh und je stolz auf die auf Sommersend herrschende kulturelle Reinheit. Vom Krieg, der momentan in Tamriel wütet, ist auf der hochelfischen Insel nichts zu spüren, also reisen sowohl Argonier und Khajiit als auch Rothwardonen mit Schiffen an, in der Hoffnung, ein neues Leben beginnen zu können. Der Empfang auf Sommersend ist jedoch alles andere als herzlich – Einreisende werden direkt nach der Ankunft festgenommen oder verschwinden einfach. Etwas ist faul, daher gehen wir in der ersten Hauptquest «Der Erlass der Königin» der Sache nach und machen eine schockierende Entdeckung.

Wenn wir wollen, können wir die Hauptquestline aber auch links liegen lassen und die Insel erkunden – wegen unserem Charakterlevel müssen wir uns keine Sorgen machen, denn die Welt ist so skaliert, dass wir sämtliche Gebiete betreten, sämtliche Gegner bekämpfen und mit Level-eins-Neulingen als auch mit Level-siebenhundertfünfzig-Champions spielen können. Sommersend ist grösser als Vvardenfell aus ESO: Morrowind und bietet zahlreiche Dungeons, die sogenannten «Kluftgeysire», also Gruppenherausforderungen ähnlich den Dolmen aus dem Basisspiel, eine neue Prüfung in Wolkenruh – und natürlich tonnenweise Quests, jeder auf Sommersend will irgendwie etwas von uns.

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Positiv fällt auf, dass die Entwickler dem neuen Gebiet auch einen frischen Look verliehen haben, denn obwohl wir seit 24 Jahren zum ersten Mal die Insel Sommersend betreten dürfen, gibt es mit Auridon bereits ein Gebiet, welches zur hochelfischen Inselgruppe gehört – die Entwickler hätten es sich also auch einfach machen und die Auridon-Assets wiederverwenden können. Die Landschaft besteht aus farbigen, blühenden Wiesen und Wäldern, teils aus Bergen und Stränden. Insgesamt bis auf einige Ausnahmen zwar nicht besonders abwechslungsreich – aber einfach unglaublich schön, oft haben wir uns beim Staunen und Bewundern ertappt. Auch bei der Stadtgestaltung wurde großartige Arbeit geleistet. Die Städte scheinen relativ groß und haben mit ihren weißen Türmen, engen Gassen und grünen Gärten etwas Märchenhaftes an sich. Jedoch gibt es da etwas, was alteingesessenen und lorekundigen Fans der Spielereihe ein Dorn im Auge sein könnte – die wenigen menschlichen Händler, die Sommersend bisher zu Gesicht bekommen haben, beschreiben die Hauptstadt Alinor als eine Stadt gemacht aus «Glas oder Insektenflügeln». Dies wurde so nicht umgesetzt – auch wenn die hohen Fenster durchaus an Insektenflügel erinnern können.

Passend zum Sommersend-Setting können wir dem Psijic-Orden beitreten, der seine Wurzeln auf dieser Insel hat. Auch bekannt als die «Beobachter Tamriels» hat sich dieser mysteriöse Orden schon vor langer Zeit auf Artaeum zurückgezogen, eine Insel, die mittels Magie durch das Universum reist. Ähnlich etwa der Magiergilde aus dem Basisspiel gibt es auch zum Psijic-Orden eine Reihe von Quests und eine neue Fertigkeitenlinie. Die meisten Fähigkeiten haben hierbei mit der Manipulation von Zeit zu tun – zwar zumeist nur in Form von Verlangsamungs- und Lähmungseffekten, aber dennoch bieten sie die Grundlage für neue, spannende Builds. Ab besten gefällt die ultimative Fähigkeit: Sie erlaubt es uns, unsere Attribute, also Gesundheit, Magicka und Ausdauer, auf den Stand von vor vier Sekunden zurückzusetzen.

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Erwähnenswert ist, dass der Psijic-Orden, bis auf einen kurzen Auftritt in The Elder Scrolls V: Skyrim, bisher nur erwähnt wurde. Dass wir diesem Orden, der stets gepflegt hat, seine Geheimnisse zu wahren, mehr oder weniger einfach so beitreten können (es gibt zwar eine simple, oberflächliche, ESO-typische Rechtfertigung) ist durchaus eine gewagte Entscheidung, an der sich die Geister scheiden könnten. Auf der einen Seite ist es interessant, dass uns dieser mysteriöse Orden nähergebracht wird, auf der anderen Seite hätten ebenjene alteingesessenen Fans bestimmt lieber ein wenig länger gewartet, als dass dieses geheimnisvolle Stück Lore so weitergeschrieben wird, dass man daraus eine ESO-Questline für das breite Publikum machen kann.

Wer sich ESO: Summerset kauft, wird Schmuckstücke selbst herstellen können. Dies funktioniert eigentlich genauso, wie die restlichen Crafting-Skills in ESO: Wir erlernen Handwerksstile, sammeln Rohstoffe, veredeln diese zu Materialien (etwa «Zinnunzen») und schmieden daraus unseren Schmuck. Zudem können wir unsere Schmuckstücke verbessern und ihnen, nachdem wir diese erforscht haben, bestimmte Eigenschaften verleihen, etwa «Robust» für mehr Ausdauer. Zusammen mit den neuen Gegenstandssets gibt es auch hier wieder unzählige neue Kombinationsmöglichkeiten für unsere Ausrüstung.

Mit ESO: Summerset finden außerdem zwei neue Behausungen ihren Weg ins Spiel – ein mehrstöckiges Stadthaus mit Terrasse hoch über den Dächern von Alinor, sowie eine gigantische Meeresgrotte inklusive Schiff.

Mit dem neuen Kapitel wird zudem das «Update 18» erscheinen. Dieses betrifft auch das Hauptspiel und muss natürlich nicht gekauft werden. Zu den Neuerungen gehören die täglichen Login-Belohnungen – etwa Verbrauchsgüter, Rohstoffe, Sammlerstücke oder Kronenkisten – sowie die Möglichkeit, Items aus dem Kronenshop zu verschenken. Auch für die Schlachtfelder gibt es tägliche Belohnungen.

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Fazit

The Elder Scrolls Online: Summerset ist eine solide Erweiterung. Die ESO-typische, offene Spielwelt fällt grösser aus, als jene Vvardenfells (ESO: Morrowind) und bietet eine farbenfrohe, märchenhafte Landschaft mit idyllischen und teils beeindruckenden Schauplätzen, auch die Städte machen einen imposanten Anschein. Die Welt ist gefüllt mit Quests, welche was das Gameplay betrifft zwar nicht besonders abwechslungsreich sind, aber dennoch stets eine eigene und oftmals spannende Geschichte erzählen und mit einer qualitativ hoch stehenden Vertonung versehen sind. Nicht nur erhält der Psijic-Orden zum ersten Mal überhaupt einen größeren Auftritt, sondern auch dürfen wir ihm beitreten. Die neuen Fähigkeiten sind aufgrund der «Zeitmanipulation» durchaus interessant, auch wenn dies in den meisten Fällen lediglich ein anderer Ausdruck für Verlangsamungseffekte ist. Das Schmuckhandwerk bleibt exklusiv für Besitzer des Kapitels und funktioniert so, wie die restlichen Handwerksfähigkeiten. Das neue «Kapitel» macht es zwar nicht unbedingt besser und auch nicht unbedingt anders, als die bisherigen ESO-Inhalte, doch genau das erleichtert den Kaufentscheid ungemein: Wer bisher mit The Elder Scrolls Online Spaß hatte und gerne mehr davon möchte, der wird auch mit The Elder Scrolls Online: Summerset zufrieden sein und kann vom neuen Kapitel genau das erwarten, was ihm ESO bisher geboten hat – denn The Elder Scrolls Online: Summerset bietet zwar kein neues ESO, sondern, schlicht und einfach, mehr ESO.

 

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Kategorien: PC News PS4 News Xbox One News
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