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The Last of Us – Angespielt / Preview

Veröffentlicht 24. April 2013 | 16:03 Uhr von Nicolas




The Last Of Us - Logo

Sony Computer Entertainment Schweiz hat uns nach Winterthur eingeladen, um eine Stunde lang in die Welt von The Last of Us einzutauchen. Ist es vielleicht wie Uncharted oder ist es etwas völlig anderes? Wie spielt es sich? Diese und diverse weitere Fragen beantworten wir in unserem Anspielbericht / Preview zu The Last of Us.

Wir befinden uns in Boston, das 20 Jahre nach dem Ausbruch eines Pilzvirus völlig zerfallen und verlassen ist. Der Virus hat gewütet und den Grossteil der Menschheit ausgelöscht. Joel, unser Haupcharakter, und die 14-jährige Ellie werden von Tess begleitet, einem Mitglied der Fireflies. Dies ist eine Milizgruppe, zu der Ellie gebracht werden soll. Die beiden Protagonisten kennen sich noch nicht, denn wir befinden uns irgendwo im ersten Drittel des Spiels. Für uns gilt es jetzt einen hohen Vorsprung runterzukommen. Wir versuchen diesen durch ein Gebäude zu umgehen, in dem es nur so von Infizierten wimmelt. Zu Beginn finden wir einige Opfer des Virus, die mit verstümmelten Köpfen und verfärbter Haut auf dem Boden liegen. Kurz darauf treffen wir den ersten noch lebendigen dieser Wesen: den Clicker. Der Clicker hat das Endstadium des Pilzbefalls erreicht, was konkret bedeutet, dass er nichts sehen kann und sein Kopf wie gesprengt aussieht. Das macht den Clicker aber keineswegs harmlos, denn er kann mit Hilfe einer Art Echoortung, so wie sie die Fledermäuse verwenden, auf uns aufmerksam werden. Wir packen uns eine Flasche, werfen sie in die andere Ecke des Raumes und schleichen an ihm vorbei. Erschiessen wäre eine weitere Option gewesen, doch haben wir nur vier Schuss zur Verfügung, was vermutlich knapp geworden wäre.

The Last of Us -9

Um an mehr Munition zu kommen, muss der Spieler seine Umgebung erforschen. Überall liegen Dinge wie Klebeband, Flaschen oder Lappen herum, die zu hilfreichen Gegenständen weiterverarbeitet werden können. Liegt direkt ein Haufen von Objekten beieinander, duckt sich Joel und nimmt direkt alle auf. In vielen Games duckt sich die Spielfigur für jeden Gegenstand einzeln, nicht aber in The Last of Us. Jedoch sind einige der herumliegenden Items bereits abgenutzt oder sonst irgendwie gebraucht, was ihren Status abwertet. Dies zeigt sich beim Auflesen: Ist der Kreis nur zu einem Viertel gefüllt, müsst ihr weitere Exemplare des Gegenstandes suchen, um ihn erfolgreich verarbeiten zu können. Als wir beim Alkohol den Kreis gefüllt haben, basteln wir uns daraus mithilfe eines Lappen einen Molotov-Cocktail. Begibt sich der Spieler ins Craftingmenü bzw. in sein Inventar, wird das Spiel nicht pausiert. Joel kniet sich hin und hantiert mit seinem Rucksack. So kann bei Ressourcen-Knappheit also nicht einfach das Menü aufgerufen werden, wenn man von mehreren Infizierten angegriffen wird. Wir haben jetzt unseren Molotov in der Hand und ziehen in den nächsten Raum.

Dort erwarten uns gleich mehrere Infizierte und wir werden mit einer neuen Gegnerart und einem Gameplay-Feature bekanntgemacht. Die neuen Infizierten werden Runner genannt und befinden sich noch im Anfangsstadium ihrer Krankheit. Sie können noch sehen, da das Virus aber zuerst die Augen angreift, ist ihre Sicht bereits geschwächt. Auch sie reagieren verstärkt auf Geräusche und rennen, wie der Name vermuten lässt, direkt auf einen zu. Sind mehrere beieinander, werden sie zusammen angreifen. Unser neustes Gameplay-Feature nennt sich “Listen Mode” und wird durch das Drücken von R2 aktiviert. Joel beginnt nun zu schleichen und beobachtet seine Umgebung genauer. So kann er beispielsweise einige Gegner durch Wände sehen oder Gegenstände besser orten. Wir machen gleich einmal von dieser Fähigkeit Gebrauch und schleichen uns an einen Runner an, der schreiend im Raum steht. Wir drücken Dreieck, um ihn zu packen und nochmals Dreieck, um ihn mit unserer Klinge abzustechen. Zu unserer Linken entdecken wir zwei weitere Runner und einen Clicker.

Wir schleichen zurück zu unserer Deckung und beobachten die Bewegungen der Kreaturen. Wir gehen einem Korridor entlang, an dessen Ende schon der erste Runner auf uns wartet. Er hat uns erblickt, und er rennt direkt auf uns zu. Kein Problem für Joel, der prügelt dem Infizierten zweimal ins Gesicht, packt ihn, knallt ihn gegen die Wand und gibt ihm mit einem Faustschlag gegen die Wangenknochen den Rest. Was wir nicht bedacht haben: Der Clicker hat uns gehört. Dieser stürmt jetzt wie ein Wildgewordener auf uns zu. Wir packen unsere Pistole aus, wollen ihn erschiessen. Ein Schuss, zwei Schüsse, er kommt näher. Ein weiterer Schuss reicht nicht, er ist bei uns und beisst Joel in den Nacken. Unsere erste Bekanntschaft mit dem Tod. So schnell geht das bei The Last of Us. Dann eben noch einmal. Wir schalten den ersten Runner wieder von hinten aus, wieder mit der Klinge. Wir schleichen weg, verprügeln einen weiteren Runner und verstecken uns wieder. Noch einen Runner und einen Clicker. Den Runner schlagen wir zu Boden und treten seinen Kopf ein. Hier zeigt The Last of Us, dass es nichts für schwache Nerven ist. Um den noch verbleibenden Clicker abzulenken, packen wir einen Ziegelstein, werfen ihn durch den gesamten Raum und der Infizierte rennt wie ein Irrer in die Richtung des Aufprallgeräusches. Der Clicker bleibt in einer Ecke stehen und gibt seine predatorähnlichen Klick- und Schnattergeräusche von sich. Wir schleichen uns von hinten an, packen ihn und rammen ihm eine Klinge in den Hals. Der Raum ist gesäubert und Tess kommt mit Ellie nach.

The Last of Us

Wir klettern, rennen und kriechen nun durch das nächste Gebäude und sammeln diverse nützliche Ressourcen ein. So können wir unsere Nahkampfwaffe – ein Rohr – upgraden, um die Infizierten noch übler zuzurichten. Mittlerweile ist unsere kleine Gruppe in einer U-Bahn-Station angekommen. Durch einen eingebrochenen Gang können wir durchkriechen und gelangen so in eine Art Warteraum. Dort warten einerseits vier Clicker, andererseits aber auch eine geladene Schrotflinte. Wir krallen uns die Shotgun und schiessen die anstürmenden Infizierten über den Haufen. Da in der Schusswaffe aber nur drei Schuss geladen waren, sind wir dem vierten Clicker hilflos ausgeliefert, denn er hat auf das Klicken der leeren Shotgun reagiert und stürzt auf uns zu. Aus dem Nichts kommt ein Schuss, der den Clicker in die Brust trifft. Wir packen unseren Revolver mit den restlichen fünf Schuss aus und geben diese auf den Feind ab, der beim Letzten zu Boden geht. Der Schuss aus dem Nichts kam übrigens von Tess, die sich bei heiklen Situationen auch mal einmischt. Daraufhin verlassen wir den Raum und sehen nach langer Zeit wieder Tageslicht: Wir haben es geschafft. Die Gruppe stolpert aus dem Loch im Boden auf die Strassen des verlassenen Boston. Der weitere Weg ist durch einen Laster blockiert, welchen wir nicht hochklettern können. In einem nahen Gebäude verprügeln wir zwei Runner und schieben eine Kommode vor den Lastwagen, um ihn zu erklimmen. Dahinter befindet sich ein Garagentor, welches wir öffnen müssen. Joel zieht an der Kette, und aus der Distanz sind diverse Runner zu hören. Wir ziehen schneller, die Damen schlüpfen durch das leichtgeöffnete Tor, während die ersten Infizierten über den Laster und auf uns zustürmen. Joel wirft sich unter dem Tor durch, ein Runner ihm hinterher, das Tor knallt zu und das Logo von The Last of Us erscheint: Die Demo ist zu Ende.

Somit werden wir aus der Atmosphäre gerissen, die uns die letzten gut 45 Minuten beherbergt hat. Diese Atmosphäre ist eine grosse Stärke dieses Spiels. Sie zieht einem in ihren Bann und lässt nicht mehr los. Der Soundtrack ist dezent, die Soundeffekte laut und krachend. Richtig beängstigend sind die Geräusche, die die Clicker von sich geben. Jedesmal, wenn man diese hört, zuckt man zusammen und wird automatisch vorsichtiger. Allgemein ist das Spiel eher langsam und man bewegt sich nur sehr achtsam. Wer von Naughty Dog erwartete, dass sie einen Uncharted-Abklatsch produzieren würden, hat sich gewaltig geschnitten. The Last of Us spielt sich völlig anders als die Serie um Nathan Drake, obwohl Joel ein bisschen wie ein gealterter Nate aussieht. Hier geht es ums nackte Überleben, was mit der Knappheit an Munition, dem Sammeln von Ressourcen und der packenden Atmosphäre richtig glaubwürdig wird. Ob die Demo, die wir spielen durften, mit der in God of War: Ascension enthaltenen Demo identisch ist, ist noch nicht bekannt.

Wie wir erfahren haben, existiert das Virus, von dem die Menschen in The Last of Us befallen sind, tatsächlich. Bisher aber Gott sei Dank nur bei Ameisen. Der Pilz nennt sich Ophiocordyceps unilateralis und kommt in tropischen Gebieten vor. Einmal von diesem befallen, kontrolliert der Pilz das komplette Nervensystem, um den Zugang für weitere Sporen zu vereinfachen. Zudem wächst dem Opfer eine Art Keule aus dem Hinterkopf, sobald der Wirt verstorben ist. Die Keule braucht etwa drei Wochen, um zu wachsen, dann verstreut sie weitere Sporen. So werden ganze Ameisenkolonien ausgerottet. Bis heute sind noch keine Menschen davon befallen, was hoffentlich in Zukunft auch so bleiben wird. Naughty Dog hat sich von diesem Pilzvirus inspirieren lassen und ihn virtuell auf Menschen übertragen. Ihre Vorstellung, wie das aussehen würde, seht ihr in The Last of Us.

Hier gibt es ein Video von BBC, das das Verhalten des Pilzes noch bebildert.


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Kategorien: PS3 News
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