The Last of Us - Ersteindrücke aus der Vorschau-Version (Preview) - insidegames

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The Last of Us – Ersteindrücke aus der Vorschau-Version (Preview)

Veröffentlicht 17. Mai 2013 | 9:00 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 24. September 2015




The Last of Us

Obwohl sich die Veröffentlichung der PS4 mit riesigen Schritten nähert, wird in den kommenden Monaten ein kleines Feuerwerk an Exklusivtiteln für die gute, alte PS3 abgefackelt. Beyond: Two Souls, Diablo 3 und das gerade erst angekündigte Gran Turismo 6 bieten etwas für die verschiedensten Geschmäcker. Als nächstes steht jedoch ein weiteres, heiß erwartetes Spiel auf dem Release-Plan.

The Last of Us, entwickelt von den Crash Bandicoot und Uncharted Machern Naughty Dog, zum ersten Mal 2011 vorgestellt, erscheint schon in einem Monat. Nachdem wir uns das Spiel schon an einem Event anschauen konnten, hatten wir jetzt auch die Chance eine Preview-Version in unseren nicht vorhandenen Redaktionshallen auszuprobieren. Statt dessen musste mein Schlafzimmer herhalten, um einen Eindruck der post-apokalyptischen Welt von The Last of Us zu gewinnen. Und wow …

Von Lincoln nach Pittsburgh

In der uns zur Verfügung gestellten Vorschau-Version, stehen zwei Abschnitte des Spiels zur Verfügung. In Lincoln bekommt man es mit einigen Infizierten zu tun, während man es durch eine verlassene Stadt voller Fallen schaffen muss. Der Abschnitt Pittsburgh setzt dort an, wo einer der frühen Trailer aufgehört hat. Nach einem Hinterhalt von einer Gruppe böswilliger Menschen gilt es diese auszuschalten, und die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen. Die Preview bietet also einen (leider viel zu kurzen) Einblick in zwei der prägenden Aspekte von The Last of Us.

Schon der Start in den Lincoln Abschnitt bietet, obwohl an und für sich nichts passiert, schon einen guten Einblick in die Dynamik zwischen Joel und Ellie. Das ungleiche Duo durchquert einen Wald, etwas das Ellie noch nie in ihrem Leben gemacht hat. Aufgewachsen in dieser zerstörten, vom Militär und Infizierten kontrollierten Welt, hat sie nie die Schönheit erlebt, die es da draußen gibt. Sie ist fasziniert von den Bäumen und den Glühwürmchen. Auf der anderen Seite ist da Joel, jemand der das kennt, und dieses Wunder nicht komplett nachvollziehen kann. Diese Dynamik zieht sich durch die ganze Preview durch und macht Lust auf sehr viel mehr. Ellie, die rebellische Teenagerin, die nicht auf den Mund gefallen ist, auch eine Waffe will um zu kämpfen, und nicht so fast schon kaltherzig ist wie ihr Partner wider Willen. Joel hingegen ist abgehärtet, hat schon viel Übles gesehen und auch selbst gemacht, aber dennoch sehr fürsorglich agiert, wenn es um Ellie geht. Es zeichnet sich schon in diesem kurzen Augenblick ab, was noch kommt und die Aussichten sind, zumindest an den Beispielen die wir selbst spielen konnten, grossartig.

Dichte Atmosphäre, menschliche Emotionen, bombastische Technik

The Last of Us -5 Das Ziel in Lincoln ist es, einen alten Bekannten von Joel zu finden, welcher ihm noch einen Gefallen schuldet. Joel und Ellie brauchen ein Auto, um an ihr Ziel zu gelangen, und nur Bill kann ihnen dabei helfen. Doch um ihn zu finden, müssen sie zuerst die halbe Stadt durchqueren, und das ist ein gefährliches Unterfangen. Der paranoide Bill hat die Gassen, Warenhäuser und Strassen mit allerlei Fallen gespickt. Denn außer ihm befinden sich in der Stadt nur die hässlichen, grausamen Infizierten, die jedes menschliche Leben auslöschen wollen. Die Stadt an sich ist unglaublich atmosphärisch gestaltet und zumindest mir persönlich, wurde es sogar leicht unwohl durch die verlassenen Strassen und Häuser zu schleichen, ständig in der Angst vor angreifenden Gegnern. Die Spannung ist hoch, doch glücklicherweise bietet die Vorschau eine gute Portion an Ressourcen, um es unbeschadet ans Ziel zu schaffen. Erwähnenswert ist jedoch ein bestimmter Abschnitt auf dem Weg zu Bill. Joel geht wie gewohnt voran, um Ellie zu schützen, tappt dabei jedoch in eine Falle und hängt an einer massiven Konstruktion von der Decke und kann sich selbst nicht helfen. Es ist Ellies Aufgabe ihn dort herunterzuholen. Durch den ganzen verursachten Lärm werden jedoch ganze Horden von Gegnern angelockt. Nun muss man die ankommenden Gegner mit einer Pistole erledigen. Dabei gibt es jedoch zwei Probleme: Der Revolver lädt nur sehr langsam nach und man sieht das ganze aus Joels Perspektive, also auf dem Kopf. Es ist ein extrem spannungsgeladener Abschnitt, die Sicht ungewohnt und die Gegner scheinen einfach nicht aufzugeben. Voller Anspannung saß ich in einem Sessel, gespannt wie ein Bogen und auf meinen Controller am einhämmern. Nach der überstandenen Situation ist die Gefahr jedoch nicht vorbei. Es steht noch eine Flucht vor den weiteren Infizierten an. Die Munition ist sowieso schon am Ende und die Gegner können einfach nicht besiegt werden. Zum Schluss wird man mit einer der genialen Zwischensequenzen belohnt, die erneut zeigt, wie gut die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten gestaltet wurde.

Wer sind die eigentlichen Monster?

Nach der bereits bekannten Zwischensequenz, die einen nach Pittsburgh bringt, befindet man sich direkt wieder in einem kräftezehrenden, brutalen Kampf ums Überleben. Dieses Mal kämpft man sich aber nicht durch verpilzte Infizierte, sondern kämpft gegen Menschen. Eine Gruppe von Jägern legt Hinterhalte für jeden nichtsahnenden Reisenden, doch Joel durchschaut den Plan. Um weiter zu kommen, muss man alle Gegner besiegen, wodurch sich dieser Abschnitt deutlich anders spielt als der Lincoln Abschnitt.

The Last of Us In diesem Teil der Story geht es rein um den Kampf gegen die überraschend smarten, menschlichen Gegner. Es zeigt gut die verschiedenen Mechaniken, die in den Kampfsequenzen ineinander greifen. Munition ist spärlich, automatisches Zielen war zumindest auf normalen Schwierigkeitsgrad kaum merklich vorhanden, und wenn die Gegner in der Überzahl sind, überrennen und flankieren sie einen. Eine eher schleichende Herangehensweise an den Kampf ist deutlich besser als die offene Konfrontation. Es gibt keine automatische Gesundheitsregeneration, die Nutzung von Medi-Kits braucht einige Sekunden, bis sie voll benutzt wurden, und die Herstellung von zusätzlichen Heilgegenständen oder Waffen wie Molotow-Cocktails dauert auch eine Weile. Und die Kämpfe sind brutal und rau. Köpfe werden durch eine Schrotflinte an Wänden verteilt, Scherben schlitzen Kehlen auf, Köpfe werden in Wände gerammt oder auf Tische geschmettert. Harter, authentisch wirkender Tobak. Spannend ist auch die künstliche Intelligenz von Ellie in den verschiedenen Situationen. Sie steht nicht im Weg, sie geht den Gegnern aus dem Weg, wenn man selbst schleicht, und kann sich einigermaßen verteidigen. Wer die erste Gameplay-Demonstration von The Last of Us gesehen hat, mag sich vielleicht noch an die Szene erinnern, als Ellie einen Gegner mit einem geworfenen Ziegelstein ablenkt. Eine ähnliche Situation habe auch ich erlebt. Als ich hinter einem Tisch auf einen Gegner gewartet habe, um diesen von hinten ganz leise zu erledigen, wurde ich selbst von hinten erwischt. Im Würgegriff hämmerte ich panisch auf die Viereck-Taste ein, um mich zu lösen. In dem Monat kommt Ellie angesprungen, rammt dem Gegner eine Scherbe in den Rücken und eröffnet mir die Möglichkeit seinen Kopf in einen Aktenschrank zu schmettern.

Die letzte Wartezeit beginnt

The Last of Us -8 Auch wenn ich es selbst nicht wirklich nutzen konnte, gibt es einen kleinen Einblick in das Crafting- und das Upgrade-System. Mit der Select-Taste öffnet man seinen Rucksack, wo gewisse Fähigkeiten verbessert werden können, wenn man denn die Umgebung immer fleissig durchsucht und bestimmte Items sammelt. Zudem kann man aus diversen, alltäglichen Gegenständen wie Flaschen, Stofffetzen oder Alkohol bestimmte Dinge wie Medi-Kits, Rauchgranaten oder Sprengstoff herstellen. Das geht jedoch nicht von einer auf die andere Sekunde, sondern dauert einen Moment. Mit Klebeband und beispielsweise Scheren, kann man seine Nahkampfwaffen verbessern, um Gegner mit einem Schlag zu erledigen. Dieses Upgrade ist jedoch schnell wieder vorbei, denn es hält nicht für ewig sondern nur für einige, wenige Schläge.

Wer Schrott einsammelt, der darf auch seine Waffen verbessern. Nachladezeiten werden verringert, Magazine vergrössert, Sachen, die man als Spieler schon aus anderen Spielen kennt. Wer die Levels immer fleissig durchsucht, wird viele Ressourcen finden, was den Spielverlauf garantiert deutlich einfacher machen wird. Toll sind auch verstreute Sammelobjekte in Form von Notizen, Briefen oder anderen Schriftstücken. Sie tragen zur Atmosphäre bei und es sind halbwegs interessante Sammelobjekte für erkundungsfreudige Spieler.

Gute Prognose für Naughty Dogs nächsten grossen Streich

Voraussagen für ein Spiel an Hand einer Preview zu machen ist schwer. Die Levels sind so ausgesucht, das sie bestimmte Highlights zeigen und The Last of Us macht da keinen Unterschied, wie man an meinem überschwänglichen Text sehen kann. Mein Preview ist aber auch absolut ehrlich, denn bei meinem ersten Ausflug in diese post-apokalyptische Welt hatte ich eine richtig gute Zeit. Es tat mir schon fast in meinem Gamer-Herzen weh, als ich das Ende der beiden Abschnitte erreicht habe, wollte ich doch mehr über diese Welt, die Beziehung zwischen den beiden interessanten Protagonisten und einfach mehr von The Last of Us in mich aufnehmen. Ich freue mich dadurch nur umso mehr auf das Spiel, und kann es kaum erwarten das komplette Spiel in die Konsole zu werfen!


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Kategorien: News PS3 News Vorschau
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