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Titanfall – Angespielt: Vorschau (Beta) / Preview

Veröffentlicht 19. Februar 2014 | 16:33 Uhr von Sandra




titanfall

Respawn Entertainments Multiplayer-Shooter Titanfall war – bis vor Kurzem – einem eher selektiven Spieler-Kreis vorbehalten, da nur an der Beta teilnehmen konnte, wer infolge einer Registrierung auch einen Key von Publisher Electronic Arts erhalten hatte. Aber Dinge ändern sich bekanntlich schnell und seit vergangenem Wochenende können alle Spieler wahlweise auf PC und/oder Xbox One erste Schritte auf den Mehrspieler-Schlachtfeldern unternehmen und vorab schon einmal prüfen wie es sich anfühlt im Team und mit Titan an der Seite in den Kampf zu ziehen.

Von der Gamescom …

Die aktuell laufende Beta-Phase ist nicht die erste Option, da wir uns Titanfall näher zu Gemüte führen konnten. Damit haben wir eine gute Möglichkeit erhalten zu verfolgen, wie sich der Multiplayer-Shooter entwickelt hat. Wobei sich, das sollte klar sein, an den grundlegenden Elementen des Spiels nichts geändert hat. Während unserer ersten Test-Session gab es eine umfänglich Einführung in das Titanfall-Universum, da wir auch Spiel-Modi, Load-Outs sowie Hintergründe zum Spiel vorgeführt bekommen hatten. Zum Spielen selbst bekamen wir drei Piloten an die Hand und natürlich einen Titanen. Schon beim ersten Antesten ist uns aufgefallen, dass sich Titanfall sehr flüssig präsentiert. Auch die Interaktionen gingen intuitiv von der Hand, erinnert ein Stück weit an Call of Duty, und ermöglichten einen leichten Einstieg ins Geschehen. Ein wenig Unklarheit herrschte lediglich darüber, wer ist der Freund, wer ist der Feind. Wiederum gut gefallen hatte seinerzeit, dass wir die Maps ohne Bodenkontakt zu haben, überwinden konnten. Auch gab es, trotz herber Verluste unserseits, einen gehörigen XP-Boost, wohl aber auch nur, weil uns die Flucht gelungen ist. Bei diesem Spiel-Modus galt u.a., dass es keinen Respawn gab, weder für uns noch für die obsiegende Fraktion.

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… zur Beta Februar 2014

In Titanfall geht es rund und vor allem schnell zur Sache. Eben noch im Luftschiff, im nächsten Moment auf dem Schlachtfeld. Bewegen können wir uns generell fix und ohne Einbußen hinnehmen zu müssen. Zu Fuß unterwegs zu sein ist allerdings nur eine Option in Titanfall. Wer natürlich Lust hat die Umgebungen genau zu inspizieren, der fühle sich frei. Abgesehen davon lassen sich während des Laufens noch die zahlreichen ergänzenden Aktionsmöglichkeiten austesten, wie beispielsweise eine Art Walljump. Alternativ lässt sich auch das Jetpack, welches wir mitführen, dazu verwenden, höhere Vorsprünge zu erreichen oder von Dach zu Dach zu springen. Auch wenn damit nicht immer das Spiel/Level-Ziel erreicht wird, es macht einfach Spaß mit seinem agilen virtuellen alter Ego die Landschaft zu erkunden.

Ja, ja – wir wissen es, darum geht es am Ende nicht. Aber es ist gut zu wissen, dass diese Aktionen möglich sind und im Kampfgeschehen sind es nicht zu unterschätzende Fähigkeiten. Richtig spannend wird es natürlich trotzdem erst, wenn die Zeit abgelaufen (Counter erreicht Null) und der Titan, ein Mech ähnliches Gebilde, wahrlich aus heiterem Himmel herab fällt. Ganz nebenbei kann man das Herbeirufen des Titanen durch hohe Kill-Anzahl beschleunigen. Dem Titanen beim Fall zuzuschauen hat schon was und ganz ehrlich, wir hoffen inständig, dass der Koloss einen Gegner trifft, zerquetscht, denn das bringt uns eine Belohnung ein. Ist der Titan gelandet, nichts wie ab und eingestiegen. Titanen können im Übrigen individuell gestaltet werden, u.a. mit verschiedenen Waffen, zusätzlichen Items als auch Fähigkeiten. Wie schon während unseres ersten Anspielens festgestellt, die Titanen sind schnell und bewegen sich flüssig von A nach B. Außerdem sind sie in der Lage schnell auszuweichen und kurzzeitigen Schub zu nutzen.

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Nieder mit dem Gegner

Nachdem wir uns mit der Handhabung, die sprichwörtlich „easy going“ von der Hand geht, vertraut gemacht haben, müssen ersten Gegner daran glauben. Es macht Spaß die Widersacher, sofern der Angriff gelingt, aus dem Cockpit des Titanen zu holen und zu Boden zu schleudern. Aufpassen sollte man dennoch, denn der Gigant ist nicht unverwundbar. So viele Extras, Waffen und Optionen die Kiste mit sich bringt, so leicht kann unser eigener Riese zu Fall gebracht werden. Es ist, wie sollte es anders sein, die Rückseite, da Feinde die Schwachstelle garantiert versuchen werden auszunutzen.

Sechs vs. Sechs

Innerhalb der Schlachten und des eigenen als auch des generischen Teams bewegen sich bis zu sechs menschliche Spieler nebst ihren Titanen. Es lässt sich vortrefflich darüber streiten, ob das ausreichend ist oder nicht. Selbstredend, dass andere auf Mehrspieler ausgelegte Titel weitaus größere Mitspieler-Optionen bieten. Wir sind der Ansicht, dass auch Titanfall mehr menschliche Spieler hätte vertragen können, jedoch der von Respawn gewählte Kompromiss ist vertretbar als auch so weit gut umgesetzt. Ergänzend zum eigenen Team gibt es jede Menge NPCs (Non-playable Character – nicht spielbare Charaktere), in dem Fall Grunts genannt. Sie sehen aus wie Spieler, agieren wie Spieler und sind lediglich etwas eingeschränkt was ihre Bewegungsmuster betrifft: Keine Jetpacks, keine Walljumps. An sich die Kollegen gut integriert und erlauben vor allem auch dem weniger geübten Spieler den Sprung aufs Schlachtfeld.

Bleibt die Frage in weit dieses Angebot auf Dauer fesselt? Verschiedene Klassen beispielsweise sind nicht verfügbar und in den wenn auch unterschiedlichen Spiel-Modi bleibt es stets dabei, dass jeder menschliche Spieler seinen Titanen hat. Das ggf. etwas abzuwechseln, mehr Pfiff und Herausforderung in die Sache zu bringen, stünde Titanfall sicher gut zu Gesicht.

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Optische Aussichten

Titanfall wurde als großes Next-Gen-Erlebnis angekündigt. Es bleibt allerdings abzuwarten, in wie weit Respawn Entertainment dieses Versprechen auch wird einhalten können. Aktuell ist es schwer zu sagen, ob der Mutliplayer-Shooter wirklich ein Aushängeschild in Sachen Grafik wird. Wir vermeiden an dieser Stelle auch die Optik per so schon einmal zu beurteilen – allein dass sich Titanfall noch in der Beta-Phase befindet, folglich noch ein paar Schritte von der fertigen Fassung weg ist, ist Grund genug das Visuelle noch nicht genau unter die Lupe zu nehmen.

Das Titanfall neue Maßstäbe in Sachen Grafik setzen wird, darüber dürfte allerdings schon jetzt Klarheit herrschen, ist eher unwahrscheinlich. Aber es funktioniert schon jetzt technisch einwandfrei und – wichtiger noch – es macht Spaß. Eigenschaften, die am Ende mehr zählen sollte als der ewig alte und inzwischen oftmals nervige Wunsch nach „noch mehr realistischer Grafik“, etc. pp. Wer Realismus will, mit Verlaub, dem empfehlen wir einfach mal aus dem Fenster zu gucken oder auf die Straße zu gehen und sich umzuschauen. Es ist nicht schlimm, dass auch Titanfall nach wie vor wie ein Spiel aussieht, eine virtuelle Welt bietet, die auf Nullen und Einsen basiert und im Ergebnis sich keinesfalls verstecken muss. Typische Macken wie Clippings, Tearing oder sonstige manches Mal störende Effekte konnten wir nicht ausmachen und ansonsten haben uns unsere Ausflüge in die Titanfall-Welt gefallen. Nicht zuletzt, da uns das Einsteiger freundliche sowie intuitive Gameplay sofort kassiert hat.

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Einschätzung

Am Ende des Tages bleibt abseits von „Titanfall macht Spaß“ und „Titanfall ist einfach zu handhaben“ die Frage, wie lange kann dieses Konzept gut gehen. Wir denken nicht unbedingt, dass das „simple Gameplay“ das Problem darstellt, sondern die jetzt schon etwas fehlende Abwechslung -> Stichwort Spielmodi und sechs vs. sechs Player. Wie wird es weitergehen nach dem Release und wird es dann neue Maps geben, ggf. neue Waffen, Ausrüstungsgegenstände, ggf. doch weitere Klassen oder veränderte Spielmodi? Wir sind der Meinung, wünschenswert wäre es auf jeden Fall – doch zu welchem Preis? Und irgendwie liegen uns noch Fragen auf der Zunge … warum kann die Umgebung nicht zerstört werden, warum gibt es nur einen Titanen für die Bodennutzung? Wo sind die Kollegen, mit denen man auch Luftkämpfe bestreiten könnte oder generell auch andere Fahrzeuge. Es hätte sich gut eingefügt, dessen sind wir uns sicher. Nach nun zahlreichen Stunden, die wir uns in der Beta (PC-Version) getummelt haben, hatten wir Spaß – ohne Frage, aber wie lange wird dieser anhalten, wenn man in jeder neuen Runde das Gefühl nicht los wird, dass Respawn ein Stück weit Möglichkeiten hat liegen lassen? Und, das ist unumstritten: Wer sich für Titanfall entscheidet, gleich ob für PC, Xbox 360 oder Xbox One, muss sich darüber im Klaren sein, dass es keine Kampagne gibt – kein Spiel für Solisten. Es gibt „nur“ den Mehrspieler und das Spielen im Team gegen andere Teams. Wer sich damit anfreunden kann, wird sicher für eine Weile gut unterhalten werden – Stand jetzt – und wenn Respawn zusammen mit Electronic Arts weitere Inhalte zu vernünftigen Preisen nachliefern wird, stehen zumindest einmal die Chancen nicht schlecht, dass Titanfall eine gewisse Zeit mit belebten Servern vor sich hat. Spätestens zum Release wird sich zeigen, wie gut die Server besucht sein werden, denn das ist oftmals ein guter Indikator dafür, wie die Prognosen für ein reines Multiplayer-Online Spiel ausfallen. Vielleicht entgeht Titanfall dem Schicksal eines Chromehounds oder auch Shadowrun … in wenigen Wochen werden wir es dann genau wissen.


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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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