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X-Men: Zukunft ist Vergangenheit – Blu-ray Test / Review

Veröffentlicht 11. Februar 2015 | 17:30 Uhr von Sandra




Die X-Men gehören in den Heldenreigen der Marvel Comics. Seinerzeit von Stan Lee und Jack Kirby ins gezeichnete Leben gerufen, war, aus heutiger Sicht sicherlich etwas verwunderlich, die erste X-Men Mutanten Garde 1963 nicht sonderlich erfolgreich. Mitte der 70er Jahre wurden die X-Men neu interpretiert (All New All Different X-Men) und dieser neue Heldentrupp fand seine nicht gerade kleine Fangemeinde. Die X-Men gehören seither mit zur erfolgreichsten Comicserie der 80er- und 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Und auch im neuen Jahrtausend erfreuen sich die X-Men großer Beliebtheit. Seit 2000 bringen es die Mutantengruppen unter den Leitungen von Prof. X und Magneto auf stolze fünf bzw. sieben, sofern die Wolverine-Ableger mitgezählt werden, weitestgehend erfolgreiche Kinoproduktionen. Und der letzte Ableger, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit, kann seit einiger Zeit für das heimische Wohnzimmerkino als Blu-ray erstanden werden.

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Zurück in die Zukunft

Wieder einmal müssen die Menschen als auch die Mutanten gerettet werden. Und für den Anfang sieht es gar nicht mal so gut aus, denn die Apokalypse hat zweifelsfrei begonnen. Die Gegenwart der Menschen sowie der Mutanten erweist sich als Schlachtfeld beherrscht von Sentinels, die Jagd auf Mutanten machen und überdies alle Menschen versklavt haben. Die Sentinels sind hoch entwickelte anpassungsfähige Maschinen, deren Erfindung in direktem Zusammenhang mit Magnetos Gehilfin Mystique steht. Ihre DNA sowie eine super unglückliche Begebenheit in der Vergangenheit sind es, die dafür sorgen, dass die Mutanten gesamt auf der Abschussliste stehen. Und auch Menschen, die sich als Mutanten Helfershelfer erweisen, sind schlichtweg des Todes.

Nur noch wenige Mutanten sind am Leben, darunter Shadowcat, Bishop, Blink, Colossus, Iceman, Sunspot und Warpath. Diese unerschrockene Gruppe hat den aussichtslosen Kampf gegen die Sentinels aufgenommen. Dank Bishops Fähigkeit ihren Geist in die Vergangenheit schicken zu können, kann sie die Gruppe fast immer rechtzeitig vor Angriffen der Monstermaschinen warnen. Glücklicherweise treffen die Gruppe um Bishop und Shadowcat auf Wolverine, Storm, Professor X und Magneto, die sich angesichts des drohenden Untergangs doch berappelt haben und wieder zusammen arbeiten. Professor X weiß, wie und wo es zu den Sentinels gekommen ist und hat auch eine Lösung parat, die allerdings alles andere als einfach zu bewerkstelligen ist. Die Geschichte muss verändert werden, und Wolverine ist der einzige Mutant, der eine Zeitreise überleben kann …

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Bryan Singer zurück am Steuer

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (X-Men: Days of Future Past) setzt die Ereignisse von X-Men: Erste Entscheidung (X-Men: First Class) so gut wie nahtlos fort. Für Zukunft ist Vergangenheit nahm auch, nachdem er sich nach X-Men 1 und 2 anderen Projekten zugewandt hatte, erneut Bryan Singer im Regiestuhl Platz. Zweifelsfrei eine gute Wahl, beweist Singer ein solides Händchen für das X-Men Universum, dass sich gerne komplex, vielschichtig und sehr abwechslungsreich präsentiert. Auch den Drehbuchautoren, Simon Kinberg, Matthew Vaughn und Jane Goldman, muss an dieser Stelle Tribut gezollt werden, denn es wurden mit Zukunft ist Vergangenheit und dem darin enthaltenen Zeitreiselement ein paar Fehler aus vorigen Teilen, insbesondere Part 3, gerade gebogen.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit bietet viel Inhalt und darüber hinaus wird gezeigt, wie scheinbar unermesslich groß Marvels Helden- und Schurken-Universum ist. Sich darin zurechtzufinden ist nicht einfach und folglich kann Days of Future Past für den einen oder anderen schwer nachvollziehbar sein, vor allem dann, wenn man die Vorgänger nicht kennt. Diverse Anleihen an die vorigen Filme sind enthalten und es wird sich auch munter verschiedener Gags bedient, die nur dann Sinn machen und lustig sind, wenn man als Zuschauer ein Stück weit in dieser Welt und seinen Filmen beheimatet ist. Gekonnt hat Singer sehr viel Inhalt mit einem klaren roten Faden in die ca. 132 Filmminuten gepackt.

Sehr gut gefällt, dass die verschiedenen Zeitepochen, vor allem auch optisch, super dargestellt werden. War First Class noch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts angesiedelt, entführt Zukunft ist Vergangenheit nicht nur in eine – aus unserer heutigen Sicht – dystopischen  Zukunft, sondern auch in die schillernde, bunte Vergangenheit der 70er Jahre. Das Aufeinandertreffen der jungen X-Men mit ihren gereiften Alter Egos ist nicht nur ein Stilmittel, sondern für die Geschichte als auch ihre Darstellung essentiell – darüber hinaus gelungen in Szene gesetzt. Ein klarer Pluspunkt für die Dramaturgie des Films. So ernst sich das Ganze auch anhört, der Humor kommt nicht zu kurz, sei es in Form von Dialogen oder auch aufgrund von Aktionen. Allein die Befreiung Magnetos aus dem Hochsicherheitstrack ist eine Schau, super witzig und aufgrund eingebrachter stilistischer Elemente, beispielsweise einer Slow-Motion-Sequenz, sehenswert und lustig zugleich. Das einmal mehr Wolverine sozusagen Mann der Stunde ist, kann durchaus kritisiert werden, wäre aber unterm Strich nicht angebracht. Wolverine fungiert vor allem als Vermittler zwischen dem noch jungen Mutantenteam und deren älteren Ichs einwandfrei. Die Abweichung, die sich hier aufgrund des Comics ergibt, kann getrost vernachlässigt und insgesamt positiv gewertet werden.

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Cast, Bild und Ton überzeugend

Patrick Stewart (Prof. X – Gegenwart), Ian McKellen (Magneto – Gegenwart), Hugh Jackmann (Wolverine), Michael Fassbender (Magneto – Vergangenheit), James McAvoy (Xavier – Vergangenheit), Nicholas Hoult (Beast/Dr. Hank McCoy) und Jennifer Lawrence (Mystique/Raven) überzeugen. Wenngleich die älteren Ausgaben der X-Men in diesem Teil wenig zu tun haben, sind sie dennoch unerlässlich und sie können stolz auf ihre jungen Pendants sein, die mit Ausdruck, Hingabe und vollem Einsatz spielen. Die Leistung der Darsteller mischt sich alles in allem perfekt mit den zahlreichen technischen Effekten, die sich erneut sehen lassen können. Tief wurde wieder in die Trickkiste gegriffen, um ein gigantisches Feuerwerk auf den Bildschirm zu präsentieren.

Die Bildwiedergabe erfolgt in 1080p HD 16:9 (2.40:1 Letterbox). Erwarten dürft ihr satte, kräftige Farbe sowie astreine Kontraste als auch einen hohen Schärfe- sowie Detailgrad. Auch in Sachen Soundwiedergabe gibt es nichts zu meckern, die in Englisch in 7.1 DTS-HD Master Audio erfolgt und in Deutsch, Französisch und Türkisch in 5.1 DD. Dialoge, FX Sounds als auch Music bzw. Score (John Ottmann) fügen sich zu einem gelungenen Ganzen zusammen. Die Abmischung ist gekonnt, da Unterhaltungen selbst dann noch ohne Probleme verstanden werden können, obwohl auf dem Bildschirm die Action tobt.

In Sachen Extras, mit einer Spielzeit von knapp 70 Minuten, wird vorzugsweise Standardkost geboten. Zur Verfügung stehen folgende Beiträge:

  • Entfallene Szenen
  • Die Entstehung der Küchenszene
  • Spaß am Set
  • Ein ungleiches Duo: Xavier und Magneto (Making of Doku)
  • Die X-Men sind wieder vereint (Making of Doku)
  • Die neuen Mutanten (Making of Doku)
  • Die Sentinels (Making of Doku)
  • „Trask Industries“-Bildergallerie
  • Original Kinotrailer
  • X-Men Cerebro Second Screen App

Die verfügbare Blu-ray bietet neben der von uns getesteten Standard Blu-ray auch eine Blu-ray 3D. Um diese abspielen und genießen zu können wird ein moderner 3D fähiger Fernseher oder Beamer benötigt sowie ein 3D fähiger Player inklusive zugehöriger 3D Brillen.

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Fazit

Bei X-Men: Zukunft ist Vergangenheit passt einfach mal wieder alles! Sehr gute Darsteller, dazu richtig gut gemachte Spezialeffekte, ein gelungenes Drehbuch und eine – bis auf ganz wenige Ausnahmen – temporeiche als auch spannende Inszenierung versprechen rundum vergnügliches Popcorn-Kino der Extraklasse. Nicht nur als Comic- bzw. Marvel-Fan sollte man sich diesen Streifen anschauen. Definitiv empfehlenswert!


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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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