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Xbox One – Microsoft zu Lizenzen, Privatphäre und Konnektivität

Veröffentlicht 7. Juni 2013 | 16:22 Uhr von Nicolas




Xbox One - Logo

Auf dem hauseigenen Blog Xbox Wire hat Microsoft zu den umstrittenen Themen der Xbox One – Lizenzen, Konnektivität und Privatsphäre – Stellung genommen. Sie erklären, wie das Ausleihen von Gebrauchtspielen funktioniert, wer auf eure Spielebibliothek zugreifen kann und ob Kinect euch beobachtet.

Die Vorstellung der Xbox One hat im Internet einen immensen “Shitstorm” nach sich gezogen, denn Microsoft sprach die Dinge nicht konkret an, die den Zuschauer beängstigten. Bereits vor der Enthüllung der neuen Konsole sickerten einige Infos durch und fanden ihren Weg ins Netz. Online- und Kinect-Zwang und die Blockierung von Gebrauchtspielen waren die größten Sorgen der Gamer. Nun, knapp vier Tage vor der E3-Pressekonferenz von Microsoft, nehmen die Redmonder zum Verschwiegenen Stellung, und versuchen die kontroverse Diskussion zu beenden.

Gebrauchspiel-Problem erklärt
Viele, vor allem jüngere Leute, können sich die Spiele nicht leisten, sollten sie sie neu kaufen müssen. Deshalb greifen sie auf den Second-Hand-Handel zurück. Handelsketten wie beispielsweise GameStop kaufen gebrauchte Spiele an, und verkaufen sie wieder. Da weder die Publisher noch die Entwickler etwas an diesem Zwischenhandel verdienen, wurden und werden immer wieder Maßnahmen ergriffen, um dennoch ein Stück des Kuchens zu erhaschen. Der FAQ auf Xbox Wire stellt klar, dass man gebrauchte Games an Händler verkaufen kann. Microsoft selbst stelle keine Gebühr für den Weiterverkauf an den Händler in Rechnung, allerdings könne dies der Publisher tun. Der private Verkauf wird nicht erklärt.

Weiter sagt Microsoft, man brauche die Disc nicht mehr, um ein Spiel zu spielen. Die eigene Bibliothek sei dank der Cloud von jeder Xbox One-Konsole abrufbar, vorausgesetzt, dass man mit dem eigenen Account angemeldet ist. Zudem könne man die gesamte Spielesammlung zehn verschiedenen Familienmitgliedern zur Verfügung stellen. Ob auch Freunde begünstigt werden können, wird nicht gesagt. Jedoch soll es möglich sein, dass die freigegebene Person bzw. deren Account auch auf völlig fremden Konsolen auf alle Games zugreifen kann. Das Ausleihen eines Spiels an Freunden soll weiterhin möglich sein, und es werde keine Gebühr erhoben. Jedoch gibt es hier zwei Einschränkungen: Der Freund muss sich mindestens 30 Tage in eurer Freundesliste befinden, und jedes Game könne nur einmal verliehen werden. Diese Aussage bietet einiges an Interpretationsspielraum. Es kann heißen, dass man ein Spiel nur einmal ausleihen kann oder aber, dass man ein Spiel jedem Freund nur einmal ausleihen kann. Das Ausleihen von Spielen sonst wird beim Launch nicht möglich sein.

Kinect beobachetet euch nicht
Ständig von einer Kamera beobachtet zu werden, stößt den Meisten sauer auf. Microsoft erklärt, dass Kinect, während die Xbox One ausgeschaltet ist, auf einer sehr tiefen Stufe läuft und nur auf einen Befehl hört: “Xbox On”. Selbst dieses Feature kann aber deaktiviert werden. Solltet ihr Kinect beim Spielen oder Filme schauen nicht benützen wollen, kann es pausiert werden. Alles was ihr tut während ihr Games spielt oder einen Film schaut, wird nur mit der expliziten Erlaubnis des Benutzers aufgezeichnet. Kinect kann neuerdings auch die Herzschlagrate und Gesichtsausdrücke aufnehmen. Diese Informationen werden gespeichert, verlassen die Xbox One aber wiederum nur mit eurer Erlaubnis. Wer diese Daten nicht preisgeben will, braucht dies also nicht zu tun. Schlussendlich wird festgehalten, dass jegliche Befehle, die mit Kinect ausgeführt werden, auch über den Controller, das Smartphone oder das Tablet erfolgen können. So wird niemand gezwungen, mit seiner Xbox One zu sprechen.

Fokus auf digitalen Spielen
Dass sich die Spiele von der Disc weg und zum Digitalen hin bewegen, ist seit geraumer Zeit kein Geheimnis mehr. So werden Spiele am Tag des Releases als Disc wie auch als digitaler Download verfügbar sein. Ob es einen preislichen Unterschied gibt, wurde nicht erwähnt. Offline spielen soll für 24 Stunden am Stück auf der Hauptkonsole, und eine Stunde auf einer fremden Konsolen, möglich sein. Loggt sich der User in dieser Zeit nicht ins Internet ein, ist es nicht möglich zu spielen, bis man sich wieder mit dem Internet verbunden hat. Blu-rays, DVDs oder Live TV schauen wird trotzdem möglich sein. Der Grund dafür sei, dass die Konsole immer “up-to-date” ist. Im Hintergrund wird vermutlich der Gedanke sein, dass überprüft wird, ob die Konsole lizenzierte, und keine Piraten-Software verwendet.

Noch gar nichts sicher
Obwohl einige dieser Informationen Klarheit zu den genannten Problemen schafft, sind diverse Aspekte immer noch sehr vage formuliert und lassen viel Freiraum für Interpretationen. Zudem schreibt Microsoft, dass man sich das Recht herausnehme, diese Dinge zu ändern, zum Beispiel aufgrund von Kundenreaktionen. Zu den Kunden von Microsoft gehört aber nicht nur der Endnutzer, sondern auch die Publisher und Entwickler der Games selbst. Für den Moment hat Microsoft zu einigen Punkten klar Stellung genommen. Ob dies alles bis zum Launch der Konsole “later this year” noch so ist, bleibt abzuwarten.


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Kategorien: Xbox One News
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