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Castlevania: Lords of Shadow 2 – „Blind oder dumm und unfair 4 von 10-Wertung zu geben“ sagt Mercury Steam’s Studioboss

Veröffentlicht 4. März 2014 | 16:08 Uhr von Sandra




Mercury Steam’s zweites Castlevania-Spiel mit dem Titel Castlevania: Lords of Shadow 2, erschien unlängst für PC, Playstation 3 und Xbox 360. Gemeinhin schnitt der Titel bei der schreibenden als auch wertenden Zunft sehr unterschiedlich, Tendenz eher mittelmäßig und darunter, ab. Metacritic.com bescheinigt zwar derzeit einen 62%-Durchschnitt (Playstation 3) basierend auf 41 Kritiken und immerhin doch ein guter 83%-Durschnitt basierend auf 70 Kritiken für die Xbox 360-Fassung des Spiels, aber das ist dem Studioboss Enric Alvarez nicht gut genug. Vor allem die partiell vernichtenden Kritiken einiger großen Magazine sind ihm ein Dorn im Auge, u.a. die Wertung der britischen EDGE, da Castlevania: Lords of Shadow 2 mit einer Wertung von gerade einmal vier von zehn möglichen Punkten regelrecht abgewatscht wurde.

In einem Interview, welches unserer Kollegen von vg247 unter Berufung auf die spanischen Eurogamer, veröffentlicht haben, teilte Alvarez aus und nahm sich die Niedrigwerter vor. Unfair beschreibt er deren Vorgehen und er dem Action-Spiel lediglich eine vier von zehn gebe, der sei entweder blind oder blöd. Auf die Frage in wie weit Reviews wie das von EDGE ggf. andere Magazine und damit Tests beeinflussen würde, antworte Alvarez:

Es gibt ein paar Magazine, die Trends setzen und die anderen folgen ohne davon abzuweichen. Das erste Castlevania: Lords of Shadow, welches inzwischen eine durchschnittliche Wertung von 85% erzielt hat (Metacritic), hat auch negative Kritiken von einigen großen Seiten erhalten, aber jetzt steht das Spiel am Ende gut da.

Weiterhin erläutert Alvarez:

Ja, es stimmt, EDGE mochte unseren ersten Teil aber ihnen gefiel der jetzige nicht so sehr. Ich denke, was da passiert ist, ist schrecklich unfair. Man muss blind oder dumm gewesen sein einem Spiel mit dieser Qualität eine 4/10 zu geben. Mit einer 4/10 denken die Leute, dass es sich um ein schlechtes Spiel handelt. Eines, das keine funktionierenden Gameplay-Elemente hat und entsetzliche Grafik. Als Review-Schreiber wüsste ich das und ich denke nicht, dass LoS2 eine solch beschissene Wertung verdient hat.

Abgesehen von explizit genannten EDGE greift Alvarez auch die Presse generell auf und schildert, wie er die Dinge diesbezüglich sieht:

Ich neige dazu positiv zu denken, vor allem nachdem ich auch das eine oder andere gelesen habe. Ich bin froh, dass ein paar Leute über Spiele schreiben und sie nicht selber machen. Gott sei Dank gibt es auch Leute, denen das Spiel Spaß gemacht hat. Hinter jedem Spiel steckt komplexe Arbeit und manches Mal ist es mangelnde Professionalität, die in im Spiele-Presse-Bereich herrscht. Denn es werden Dinge nicht danach beurteilt wie sie sind, sondern wie der Tester es gerne gehabt hätte.

Ich stimme zu, am Ende ist es eine Meinung und eine Meinung ist auf jeden Fall zu respektieren, aber man sollte nicht eine Meinung und Review mischen, gar verwechseln. Ein Review ist objektiv zu gestalten, eine Meinung kann subjektiv sein. „Ich rocke total gerne aber ich hasse Oper“ ist eine Meinung und kein Review. Aber das lässt die Presse manchmal vermissen. Viele Leute, die Reviews schreiben, setzen sich mit dem Spiel, dass sie testen, nicht auseinander.

Alvarez sieht, auf seine Aussage bezogen, auch die Problematik, dass damit die Leute falsch beeinflusst werden. Auch Kaufentscheidungen werden davon beeinflusst und ganz besonders würden auch Entwickler und ihre Möglichkeiten beeinflusst. Entwickler würden anhand von Metacritic-Scores eingestuft und das dürfte nicht der Weg sein. Aber er wüsste auch, schließt er ab, dass es da draußen genug Leute gibt, die einen guten Job machen, gute Test schreiben unabhängig davon, wie ihre persönliche Meinung dazu ist:

Es geht nicht darum was richtig und falsch ist, es geht darum, was man zu sagen hat. Wenn man in einem Review sagt, dass die Texturen oder die Engine nicht die Beste ist oder das Gameplay nicht in Ordnung ist, dann sollte man wissen wovon man redet. Man sollte nicht sagen „ich mag das nicht und weil ich das nicht mag ist es schlecht“, denn das ist einfach nur arrogant.


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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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