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Fack ju Göhte – Kino Review/Test

Veröffentlicht 15. November 2013 | 19:13 Uhr von Christian




Deutsche Komödien sind leider oft sehr schwach auf der Brust und konnten in der Vergangenheit nur selten überzeugen. Dass deutsche Komödien aber durchaus mehr können, zeigt uns die Rat Pack Filmproduktion mit Fack ju Göhte hier par Excellence. Gestern lief die deutsche Komödie „Fack ju Göhte“ in den Schweizer Kinos an. Wir haben uns diese Komödie zum Kinostart angeschaut, und werden euch nun einen kleinen Einblick geben, und unsere Eindrücke vermitteln. 

Die Regie

Regie bei dieser Komödie führte Bora Dağtekin, der schon bei „Türkisch für Anfänger“ Regie führte, was die Erwartungen vieler Zuschauer schon stark hob. Auch wenn man Türkisch für Anfänger nicht gesehen hat, geht man mit gewissen Erwartungen ins Kino, wenn man den Trailer zuvor schon gesehen hat.

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Die Darsteller – Sehr passend gewählt

Neben den Hauptdarstellern wie Elyas M’Barek und Karoline Herfurth waren auch andere bekannte Gesichter der deutschen Film- und sogar Rapszene vertreten. Denn neben bekannten Schauspiel-Größen wie Uschi Glas oder Katja Riemann, hatte auch Farid Bang, ein bekannter deutschsprachiger Rapper, drei, wenn auch nur kurze, Auftritte. Der Auftritt von Farid hat für diejenigen, die ihn kennen, eine zusätzliche witzige Komponente und wir mussten schon da herzlich lachen. Auch sehr junge Schauspieler wie Max von der Groeben oder Jella Haase sind mit von der Partie und spielen ihre Rollen sehr gut und überzeugend. Die Schauspieler wurden für diesen Film ausgezeichnet gewählt. Sie verkörpern die Figuren, die sie spielen sollten, sehr überzeugend und leisten einen super Job.

Elyas M’Barek meistert seine Rolle mit Bravur und kann die Last als Hauptdarsteller problemlos tragen. Er verkörpert geradezu der Lehrer Zeki Müller, was auch daran liegt, dass die Rolle von Dağtekin speziell für M’Barek geschrieben wurde.

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Die Handlung

Die Handlung der Komödie ist etwas an den Film „Der Diamantencop“ mit Martin Lawrence aus dem Jahre 1999 angelehnt.

Nachdem Zeki Müller nach 13 Monaten aus dem Gefängnis entlassen wird, will er die Beute, die seine Freundin vergraben hat, an sich nehmen. Was sie beim Vergraben der Beute auf einer Baustelle aber nicht wusste war, dass dort nicht wie sie dachte, nur Rohre verlegt wurden, sondern genau an dieser Stelle ein Anbau einer Schule gebaut wurde. Zeki bewirbt sich daraufhin für den Job als Hausmeister, um die Beute im Keller auszugraben. Er wird aber durch ein Missverständnis als Ersatzlehrer angestellt.

Ab diesem Zeitpunkt muss Zeki sich mit dem ganz normalen Schulwahnsinn auseinandersetzen. Mit einer Horrorklasse, gestressten Lehrern und mit Lisi Schnabelstedt, einer scheuen Lehrerkollegin, die mit der Art, wie er unterrichtet, überhaupt nicht einverstanden ist. Zumindest zu Beginn.

Die Stimmung & Gefühle

Die Stimmung im Kino war unglaublich. Selten wurde in einer Komödie so oft und vor allem so herzlich gelacht. Immer wenn man dachte, dass dies nun der Höhepunkt dieser Szene gewesen sei, doppelte der Film nach und es wurde noch witziger. Die Zuschauer mussten definitiv nie lange auf einen weiteren Gag warten, denn die Witze kamen im Minutentakt. Die Gags waren aber alle sehr hochwertig und gut umgesetzt. Es entstand nie der Eindruck, ein Witz oder eine Situation sei auf Biegen und Brechen erzwungen worden. Die Witze sind sehr oft derb, haben aber ihren ganz eigenen Charme.

Der Film schafft es aber auch, in den Momenten in denen er ernst sein will, auch ernst zu sein. Die Figuren wurden nicht ins Lächerliche gezogen und konnten somit auch echte Gefühle transportieren. Man sieht in diesem Film mit der Zeit sehr gut die verschiedenen Vorstellungen und Wünsche die die Charaktere an das Leben haben, was sehr beeindruckend ist, für eine Komödie.

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Die Dialoge & Sprache

Wenn eine deutsche Komödie  versucht, eine Junge Zielgruppe zu unterhalten, wirkt dies oft gestellt und eher peinlich. Vor allem wenn sich Schauspieler daran versuchen, mit der vermeintlichen “Jugendsprache” die Jugendlichen anzusprechen, endet dies oft eher darin, dass sich die Kinobesucher eher für die Darsteller fremd schämen.

In diesem Film war dies aber absolut nicht der Fall. Speziell M’Barek erzeugt hier eine authentische, echte Figur. Die Dialoge und im Allgemeinen seine Sprache ist nicht zu übertrieben, sondern genau richtig gewählt und trifft die Zielgruppen perfekt. Die Wortwahl ist sehr passend für den Charakter den er spielt. Durch seine Ausdrucksweise sind die Dialoge lustig-derb aber niemals peinlich.

Fazit

Diese Komödie ist definitiv weit über dem deutschen Durschnitts-Film anzusiedeln. Sie kann, was sie will. Nämlich unterhalten. Daneben kann sie aber auch teilweise zum Nachdenken anregen, was man der Atmosphäre, die sich im Kino in einer sehr intensiven Szene sofort verändert hat, sehr schön sehen konnte. Die Schauspieler sind hervorragend gewählt für die jeweiligen Rollen und die 113 Minuten schauen sich sehr kurzweilig. Die Häufigkeit und vor allem die Qualität der Gags geben dem ansonsten schon sehr ordentlichen Gesamt-Paket noch den letzten Schliff.

Wir können den Film nur jedem empfehlen, der Lust hat, wieder einmal richtig zu lachen.

FACK JU GÖHTE – Offizieller Trailer – Ab 7.11. im Kino


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Kategorien: Filme Test
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