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Grimm Blu-ray Staffel 1 – Test / Review

Veröffentlicht 19. September 2013 | 16:55 Uhr von Sandra




Eine junge Frau liegt tot im Wald, eine weitere wird kurze Zeit später gefunden. Beide wurden grausam zerfetzt und verstümmelt. Was war nur passiert? Interessant und auffällig jedoch gleich zu Beginn: Beide Frauen trugen eine leuchtend rote Jacke. Eine Hommage an Rotkäppchen möchte man denken. Natürlich, die erst Eingebung ist oftmals die Richtige. Es muss nicht immer das berühmte Kopftuch oder Mützchen sein – eine Jacke, sozusagen die Portierung in die Moderne, schadet sicher nicht.

Allerdings braucht Nick Burkhardt, Ermittler bei der Mordkommission Portland, seine Zeit zu verstehen, mit was er es zu tun hat. Erst seine im Sterben liegende Tante offenbart, was es mit den Visionen und Monstern, die überall zu sein scheinen, auf sich hat. Nick ist ein Nachfahre der Brüder Grimm und damit in der Lage Dinge zu sehen, die anderen verborgen bleiben. Somit wird klar, Nick hat eine Aufgabe: Die bösen Kreaturen stoppen!

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Grimm’sche Märchen im Gewand des 21. Jahrhunderts

„Was wäre, wenn die Brüder Grimm nicht nur Geschichtenerzähler sondern Profiler gewesen wären und alles, was sie geschildert haben wirklich passiert wäre?“ Eine verrückte Frage, die jedoch ohne jeden Zweifel zum Erfolg geführt hat. Produzent Todd Milliner  (The Soul Man, Hot in Cleveland, u.a.) stellte sich diese Frage und heraus gekommen ist der Straßenfeger Grimm.

Gleichwohl Grimm’sche Märchen gerne als Kinder- und Familientauglich gelten, in ihren Grundzügen sind die Geschichten alles andere als ‚banale Märchen‘. Brutal geht es zur Sache: Es wird gemordet, Kinder werden genüsslich verspeist und hier und da gerne auch einmal Köpfe abgerissen. Was liegt also näher als diesen Stoff aus der vermeintlichen Kinderecke zu holen und erwachsenengerecht als Mystery-Krimi aufzulegen? Gesagt – getan! Im Oktober 2011 startete die erste Folge und lockte 6,5 Mio. allein in den USA vor die TV-Bildschirme. Für den Auftraggeber und ausstrahlenden NBC Rekord. Auch die Ausstrahlung in Deutschland (VOX, seit Anfang 2013) kann sich über mangelnde Zuschauer nicht beklagen. „Traumquoten“ werden bescheinigt für Staffel 1 und Staffel 2 scheint es seinem Vorläufer gleich zu tun. In den USA ist im Übrigen schon Staffel 3 in Startposition. Ab dem 25. Oktober 2013 geht es in die dritte Grimm-Runde.

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Glaubhafte Monster im Grimm-Style

Ein ganz wesentliches Standbein der Grimm-Serie ist die sehr gelungene Arbeit der Maskenbildner- und Make Up Artist-Crew. Das Team rund um Oscar-Preisträger Barney Burman  (Star Trek, Teen Wolf, Planet der Affen, Carry 2, u.a.) leistet ganze Arbeit und lässt die wahren Gesichter der Monster real und überzeugend aussehen. Für eine TV-Produktion nach wie vor ein Besonderheit, und in diesem Fall eine gelungene dazu. Garniert mit einer hervorragenden Computertechnik (Stichwort „Morphen“) tauchen so immer wieder, gerne auch einmal unerwartet, verschiedenste Fabelwesen auf. Auffallend ist, dass alle Figuren mehr oder weniger ihren Ursprung in einem Grimm’schen Märchen haben, jedoch mit Fantasie gepimpt außerdem den Anstrich der Moderne bekommen haben, so dass sie ideal ins Hier und Jetzt, dem 21. Jahrhundert, passen.

Gelungen ist auch die Art und Weise wie Nick an seine Fälle kommt und vor allem auch sein Umfeld mit einbezogen wird. Bis auf wenige Ausnahmen wissen die Beteiligten nicht, dass sie es mit einem Grimm zu tun haben, und dass er die Aufgabe hat die Welt der Menschen und der Märchen im Gleichgewicht zu halten. Gleichwohl aber wissen alle Fabelwesen meistens sofort, dass sie einen Grimm vor sich stehen haben. Als wertvolle sowie hilfreiche Stütze erweist sich Monroe (Silas Weir Mitchell), ein Blutbader oder anders: Ein Fabelwesel, angelehnt an den Werwolf, der in der Serie jedoch auf einer Spezialdiät ist und dem Pilates frönt. Zwielichtig hingegen Nicks Boss, Captain Sean Renard (Sasha Roiz) und manches Mal überfordert und mit Hang zum dezenten Nervenzusammenbruch Nicks Kollege Hank Griffin (Russell Hornsby).

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Fazit:

Grimm schafft es, dass der Zuschauer sehr schnell erfährt worum es geht. Es bleibt kein Geheimnis, dass märchenhafte Wesen, meistens mit weniger guten Absichten, gerne für Unruhe sorgen. Dass die Titelfigur Nick Burckhard, gespielt von David Giuntoli, verhältnismäßig schnell von seiner dahin scheidenden Tante erfährt, wessen Erbe er ist und was es mit seinen Visionen auf sich hat, ist das eine. Auf der anderen Seite steht leider, dass der sozusagen Held der Sage neben seinen Co-Spielern verblasst. Sei es Hank, sei es Monroe, und selbst sein Boss hat mehr Haare auf den Zähnen und vor allem Charisma. Nick wirkt im Gesamten etwas zu glatt geleckt. Ein paar mehr Ecken und Kanten täten der Figur nicht schlecht, auch würde sie dann besser ins generelle Konzept passen, denn die Grimm’schen Märchen werden als brutal, böse, düster und schrecklich verkauft. Nicht selten wirkt Giuntoli eher wie ein smarter Lolli-Verkäufer als ein Monsterjäger. Sieht man davon ab, ist die Serie Grimm stimmig, gut erzählt, vor allem technisch schlichtweg top und es macht Spaß die Folgen zu gucken, nicht zuletzt auch, da Bild und Ton, wahlweise in Deutsch oder Englisch verfügbar, zu gefallen wissen.

 

Das bietet die Grimm Blu-ray Staffel 1 Box:

Staffel 1 bestehend aus 22 Episoden / im Schnitt 43 Min. lang:

  • Folge 1 – Es war einmal … – Pilot
  • Folge 2 – Bärenfalle
  • Folge 3 – Bienenkönigen
  • Folge 4 – Ziegendämon
  • Folge 5 – Rattenfänger
  • Folge 6 – Drei böse Wölfe
  • Folge 7 – Tief im Wald
  • Folge 8 – Granitbestie
  • Folge 9 – Von Mäusen und Menschen
  • Folge 10 – Hexenjagd
  • Folge 11 – Spinnenbiss
  • Folge 12 – Löwenspiel
  • Folge 13 – Drei Münzen
  • Folge 14 – Feuerteufel
  • Folge 15 – Hexen – Cookie
  • Folge 16 – Goldkehlchen
  • Folge 17 – Liebenskrank
  • Folge 18 – Katz und Maus
  • Folge 19 – Blutige Botschaft
  • Folge 20 – Schrille Töne
  • Folge 21 – Blutrausch
  • Folge 22 – Die Frau in Schwarz

Grimm Bonusmaterial: Deleted Scenes, Cast Audition Tapes, Gag Reel, Grimm Guides, Making Monsters, Morphs, Scares, The Language of Grimm, Thworld of Grimm, VFX Progessions


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Kategorien: Filme Movie News Test
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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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