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Hearthstone – Letzte Vorschau / Preview vor Release

Veröffentlicht 10. November 2013 | 21:08 Uhr von eJUNKI3

Letzte Änderung 17. November 2013




Das Universum rund um Warcraft ist seither eine Cashcow allererster Kajüte. Hearthstone ist das erste Free-2-Play Spiel des Publisher Activision Blizzard, welcher sich im Bereich der Trading Card Games (kurz TCG) auf bisher unerforschtes Gebiet bewegt. Kann Hearthstone alt eingesessene Anhänger der Warcraft Serie und Genre Kenner begeistern? Diese Frage wollen wir mit einer Vorschau auf die Beta klären.

Hearthstone oder Noobs are welcome

World of Warcraft hat es vorgemacht. Man nehme ein bekanntes Genre, erleichtere den Einstieg in das Spiel dank simpler Spielmechaniken und fordere den Spieler mit kurzweiligen Aufgaben heraus. Dieses Spielprinzip zieht seit Jahren und soll mitnichten bedeuten, dass WoW kein gutes Spiel ist. World of Warcraft ist für zahlreiche Quereinsteiger der erste Kontakt mit einem Rollenspiel gewesen!

Hearthstone geht den gleichen Weg und könnte dank des leichten Einstiegs ebenfalls das erste TCG für viele Spieler werden. Begünstigt wird dieser Umstand durch die Tatsache, dass ein Blick in das Free-2-Play Spiel nicht direkt etwas kosten muss.

Alle spielbaren Klassen in Hearthstone, die einzusetzenden Karten, das Decksystem und das Spielfeld, sind denkbar einfach gehalten. Nach ein paar Runden Tutorial, wissen selbst unbedachte Spieler, wie der Hase läuft.

Die Fähigkeiten der Diener sind kurz und knackig – meist unmissverständlich beschrieben. Sie weisen in der Handhabung nicht die Komplexität auf, wie es teilweise z.B. beim bekanntesten Genrevertreter Magic: The Gathering (kurz MTG) der Fall ist. Doch wie spielt sich so eine Partie ab?

Das Spielprinzip von Hearthstone

Gespielt wird gewissermaßen One on One. Vor Beginn eines jeden Matches in Hearthstone, entscheiden wir uns für eine Klasse. Wer mit dem Spiel grad anfängt, muss zunächst mit der Magierin Jaina Proudmoore vorlieb nehmen. Mit diesem Helden bestreiten auch wir die ersten Matches und spielen uns nach und nach die Decks bzw. Klasse der Gegner frei, welche wir im Kampf besiegen.

Jeder Held besitzt eine besondere Heldenfähigkeit und greift auf ein Portfolio an Karten zurück, welche klassenspezifisch sind. Jedem Mitspieler steht ein Deck aus 30 Karten zur Verfügung. Neben den Karten, die abhängig von der gewählten Klasse definiert werden, gibt es aber auch neutrale Spielkarten. Diese können von jedem Spieler genutzt werden. Es finden maximal zwei Spielkarten desselben Typs in einem Deck Verwendung.

Die Kontrahenten starten jeweils mit 30 Lebenspunkten. Ziel des bevorstehenden Kampfes ist es, diese Punkte auf null zu reduzieren, um das Match für sich zu entscheiden. Dabei kommt es darauf an, wie man die per Zufall gezogenen Karten zusammenstellt und ausspielt. Klingt simpel? Ist es auch! Doch Obacht, man sollte sich seinen Zug gut überlegen und mit den vorhandenen Ressourcen weitsichtig haushalten.

Pokern in Farbe und bunt

Soviel zum Ablauf von Hearthstone. Jetzt geht es ans Eingemachte. Bevor wir nun richtig loslegen, entscheidet ein Münzwurf, wer beginnen darf. Dies gestaltet sich äußerst fair, denn um ein gewisses Gleichgewicht zu wahren, bekommt der “Verlierer” des Münzwurfs einen Ausgleich in Form von Mana. Aktuell ist dies noch ein heiß diskutiertes Thema in diversen Foren, da viele Spieler dieses zusätzliche Mana als unfairen Vorteil erachten.

Sei es drum, wir starten jedes Match in Hearthstone mit einem Mana und ein paar Karten. Wir können uns noch entscheiden, ob wir die vorgegebenen Karten behalten möchten, oder diese random durch andere Karten ersetzen lassen. Dieser Gedanke sollte gut überlegt sein, denn was für einen Nutzen bringt uns eine Karte, wenn wir diese mangels Mana noch lange nicht einsetzen können?
Fortab bekommen wir pro Runde einen weiteren Manakristall zugeschustert und ziehen eine weitere Karte aus unserem Deck. Es gibt Zauberkarten, welche direkt gespielt werden können und Diener, die nach dem Ausspielen bis zur nächsten Runde ruhen müssen – sofern dieser Umstand nicht durch eine Fähigkeit umgangen werden kann.

Mana stellt neben dem Leben eine bedeutende Ressource dar. Jede Spielkarte kostet Manapunkte, welche jeweils oben links auf den Karten ausgezeichnet werden. Da ein getätigter Zug nicht rückgängig gemacht werden kann, sollte wir also ganz genau überlegen, in welcher Reihenfolge die Karten gespielt werden. Aus taktischen Gründen ist der Verlust eines Dieners oder eigenen Lebenspunkte oft ein cleverer Zug, bevor man daraufhin die derbe Keule schwingt.

Jeder gespielte Diener besitzt unten links einen Wert für den Schaden, den er bei einem Angriff verursacht und einen Wert, der die Lebenspunkte unten rechts darstellt. Sind die Lebenspunkte des Dieners erschöpft, verschwindet dieser vom Spielfeld.

Viele der spielbaren Diener besitzen besondere Fähigkeiten. So verstärken diese z.B. die eigenen Truppen durch “Buffs”, starten einen automatischen Angriff, können bereits in der Runde Angreifen, in der sie ausgespielt wurden oder ziehen durch Spot die gegnerischen Angriffe auf sich. Zauberkarten hingegen bringen gegnerische Diener zum Schweigen, frieren sie ein, fügen direkten Schaden zu oder heilen die eigenen Mannen.

Wie eingangs erwähnt wurde, sind die Fähigkeiten der Spielkarten gut und einleuchtend beschrieben. Vor jedem Zug sollte man sich einen Überblick über diese Fertigkeiten verschaffen, um abzuwägen, welche Karte situationsbedingt zum Einsatz kommen sollte. Ja, Hearthstone ist simpel aufgebaut, doch im weiteren Verlauf des Spiels ergeben sich taktische Möglichkeiten, welche für viel Abwechslung sorgen.

Matchmaking & Co.

Wie finden wir nun einen passenden Hearthstone Kontrahenten für uns? Wenn wir uns in Übungsspielen ausreichend eingespielt haben, können wir ein Match gegen menschliche Spieler starten. Der Gegner wird via Zufallsgenerator und anhand unseres Levels ermittelt. Damit man hier nicht völlig mittellos steht, sollte man sich durch den Levelaufstieg in den Übungsspielen die Basisdecks der jeweiligen Klasse freispielen. Ein Match dauert durchschnittlich 10 bis 15 Minuten und macht Hearthstone aufgrund dessen zu einem erstklassigen Lückenfüller für zwischendurch.

Wer gegen einen Kumpel antreten möchte, muss diesen direkt zu einem Gefecht herausfordern. Dies geschieht über die Freundesliste aus dem Battle.net. Eine Lobby, in der man sich zuvor mit seinem Kontrahenten im Chat austauschen kann, gibt es nicht.

Kleine Anmerkung! Generell ist kein Chat im Spiel vorhanden, was wir während des Tests als äußerst erfreulich empfanden. Dadurch bleiben einem die typischen Noob-Flame-Orgien erspart. Einzig und allein ein paar Shortcuts können zu Kommunikation genutzt werden.

Zurück zum Multiplayer. Wer eine andere Herausforderung sucht, der darf sich nach Freischaltung aller Klassen in die Arena begeben. Dieser Spielmodus ist normalerweise kostenpflichtig und es wird zum ersten Mal Echtgeld fällig. Das erste Match jedoch ist gratis!

In der Arena müssen wir uns auf eine von drei willkürlich ausgewählten Klassen festlegen. Danach erstellen wir uns ein Deck, wobei uns jeweils drei zufällig generierte Karten zur Auswahl stehen. Für je eine Karte müssen wir uns entscheiden, die anderen beiden fallen weg. Dieses Spielchen machen wir insgesamt 30x, bis unser Deck vollständig ist.

In der Arena bekommen wir drei Leben spendiert – bedeutet, wenn unsereins hier drei Mal mit dieser Klasse/Deck Kombination verliert, ist man raus. Je mehr Runden wir erfolgreich bestreiten, desto höher fällt das zu erwartende Geschenk aus. Dieses kann z.B. neue Karten, Gold, Arkanen-Staub oder ganze Packs enthalten.

Wer damit nicht genug beschäftigt ist, der kann sich an den täglichen Aufgaben austoben. Diese laufen z.B. nach dem Muster “Gewinne drei Spiele mit dem Krieger” ab und belohnen den Spieler dafür mit Gold.

Crafting ist ein Muss?!

Spiele ohne ein Crafting-System sind fast schon inakzeptabel. Doch auch in Hearthstone können wir uns neue Spielkarten backen. Wie bereits im Vorfeld erwähnt, kann man pro Deck maximal zwei Karten desselben Typs nutzen. Besitzt man also von einer Karte mehr als zwei, können diese bedenkenlos entzaubert werden. Für die Entzauberung erhalten wir im Gegenzug Arkanen-Staub, welcher wiederum die Zutat für eine neue Karte darstellt.

Für die Entzauberung erhält man zwischen fünf für gewöhnliche Karten, bis zu 1600 Arkanen-Staub für legendäre Goldkarten. Für die Herstellung sind zwischen 40 und 3200 Arkanen-Staub nötig, je nachdem was man sich für eine Karte basteln möchte. Auf diese Art und Weise schafft es Hearthstone, die Sammellust ein wenig zu wecken.

Unser Fazit

Die Welt der Trading Card Games ist bisher der Spielplatz für Nerds und Freaks gewesen, welche sich gerne in taktischen Kämpfen gegenseitig bekriegen. Mit Hearthstone könnte es Activision Blizzard erneut gelingen, viele Quereinsteiger für sich zu gewinnen. Die außerordentlich hohe Nachfrage bezüglich Beta-Keys könnte der erster Hinweis auf diese Vermutung sein.

Hearthstone ist in Sache Spielmechanik simpel gestrickt und leicht zugänglich für Neulinge. Die Echtgeldpreise halten sich in Grenzen und sind fair gestaffelt. Um Spielspaß zu haben, muss man nicht unbedingt tief ins Portemonnaie greifen. Unser kurzer Ausflug hat uns Lust auf mehr gemacht und wir sind gespannt, was sich zum Release noch alles ändern wird. Wer bereits jetzt Echtgeld investieren möchte, der braucht sich keine Sorgen um sein Kapital zu machen. Nach Release des Spiels, wird die investierte Summe jedem Spieler wieder gutgeschrieben. Unserer Meinung nach ist Hearthstone empfehlenswert.


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