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Homeland: Staffel 2 – Blu-ray Test/Review

Veröffentlicht 14. Dezember 2013 | 19:07 Uhr von Tim Jung

Letzte Änderung 16. Dezember 2013




Die erste Staffel von Homeland war schlicht und einfach ein Meisterwerk, das völlig zu Recht mit Preisen und Nominierungen eingedeckt wurde. Nicht nur wir starteten die Serie ohne große Ansprüche und Erwartungen. Doch wir alle wurden belohnt, und wie. Homeland punktete mit einer unglaublichen Spannung und Realität, die Messlatte ist für die zweite Staffel sehr hoch. Doch wie schneidet nun die 2. Staffel ab? Eins können wir schon jetzt sagen, es wird noch besser!

Mit dem Story-Hintergrund der ersten Staffel wollen wir uns nicht befassen, da dies viele Spoiler mit sich bringen würde. Demnach möchten wir lediglich kurz die Handlung der zweiten Staffel erläutern.

Nicholas Brody (Damian Lewis), der Kriegsheld und Marine-Sergeant, wurde inzwischen Kongress-Abgeordneter und strebt das Amt des Vizepräsidenten von Amerika an. Carrie Mathison (Claire Danes) ist eine Ex-CIA-Agentin, die mittlerweile bei ihrer Familie wohnt. Ende der ersten Staffel musste sie sich bekanntlich selber eingestehen, dass sie mit ihren Gedanken und Vorstellungen falsch lag. So versucht Carrie nun bei ihrer Familie zur Ruhe zu kommen. Doch es dauert nicht lange und schon wird sie wieder kurzfristig ins Amt der Agentin gerufen. Sie soll für ihren ehemaligen CIA-Chef Estes eine frühere Informantin in Libanon aufsuchen. Diese Informantin möchte allerdings nur mit Carrie reden, somit steht sie und die ganze Operation auf Messers-Schneide. Auch Brody muss sich mit seiner stressigen Situation abfinden. Nun erhält er auch noch von einer Mitkämpferin Abu Nazirs Besuch, die ihn an sein Versprechen an Nazir erinnert. Es beginnt eine neues Katz- und Maus-Spiel zwischen Carrie und Brody, Spannung pur!
Kurze Zeit darauf bekommt Carrie neben Saul Berenson auch noch Hilfe vom “neuen” Quinn, der mit seiner schauspielerischen Leistung überzeugt. Während Carrie Brody mit Höflichkeit gegenübertritt, ist Quinn eher der draufgängerische und setzt Brody gehörig unter Druck.

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Auch familiär läuft es für Brody nicht gut. Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten zwischen Jessica, seiner Frau, und Brody. Auch seine Tochter Dana wendet sich immer stärker von Nicholas ab, bald schon kommt es dem Zuseher vor, als wäre die ganze Welt gegen Brody, außer Carrie. Die Liebe zwischen den Beiden rückt immer wieder in den Vordergrund, wobei es deutlich merkbar ist, dass Carrie alles daran setzt mit Brody zusammen zu sein. Früh zu Beginn der Staffel setzt sie ihm allerdings ein Ultimatum, er muss eine schwierige Entscheidung treffen. Diese Entscheidung bringt für den weiteren Verlauf der Staffel eine starke Veränderung mit sich. Der CIA-Boss Estes verspielt schon bald seine Sympathie, besonders gegen Ende der Staffle wird dem Zuseher klar, wie stark der CIA-Boss nur um sein Ansehen kämpft. Brody führt bald schon zwei Leben gleichzeitig. Immer wieder muss der Zuseher erkennen, wie stark er mit seinem Leben zu kämpfen hat. Sein Hass gegenüber dem Vizepräsident Walden ist auf der einen Seite groß, auf der anderen ist aber seine Liebe zu Carrie stark. Zusammenhang nicht nachvollziehbar? Stimmt, doch wer die Staffel gesehen hat wird einsehen, was wir damit meinen. Carrie wird, wie zu erwarten war, wieder kurzfristig als CIA-Agentin eingestellt und kann die Akte Brody wieder in die Hand nehmen, jedoch unter der Leitung von Quinn. Wie bereits schon oben geschrieben ist dieser eher der Draufgänger. Schon bald setzt er Brody unter Druck, doch auch Quinn wird seine Meinung gegen Ende der Staffel mehrmals überdenken. Saul wirkt unter all den charakteristischen Typen wie eine Genugtuung. Seine Ruhe und seine Erfahrung bringen aber auch ihn bald schon in eine knifflige Situation. Intern kommt es zu unschönen Konflikten, da Estes seine Position als bedroht ansieht.

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Schauspielerisch können schlicht und einfach alle Charaktere voll überzeugen. Damian Lewis spielt die Rolle von Brody fantastisch, und diese Rolle ist sicherlich nicht einfach. In der 2. Staffel werden derart viele Emotionen von Brody gezeigt, diese sind allesamt toll gespielt. Auch Claire Danes als Carrie spielt, wie schon in der ersten Staffel ihre Rolle gekonnt und perfekt. Ihre Merkmale wie Nervosität und auch Aggressivität sind für die Serie eine Kennzeichnung, mit der auch die Spannung stets erhalten bleibt. Mandy Patinkin spielt die Rolle von Saul. Auch er frischt die Serie mit seiner Ruhe und seinem “stets kühlen Kopf” perfekt auf, wie auch David Harewood. Der Chef der CIA wusste in der ersten Staffel noch durchaus mit seiner Sympathie zu überzeugen, doch in der zweiten Staffel zeigt er sein wahres Gesicht. Der neue Robert Friend als Peter Quinn kann voll überzeugen. Es war sicherlich nicht einfach, in die Serie einen neuen Charakter-Typen einzubauen. Diesen Part konnte Robert Friend allerdings bestens übernehmen. Jeder Charakter ist schlicht und einfach grandios besetzt und wird glaubwürdig verkörpert.

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Die Spannung in der zweiten Staffel von Homeland bleibt einfach immer derart hoch, dass es kein Wunder wäre, wenn der Zuseher gleich alle Episoden hintereinander schauen würde. Hier verdienen auch die Drehbuchautoren ein sehr, sehr großes Lob. Da von der ersten bis zur letzten Episode der zweiten Staffel die Spannung nie abfällt, grenzt an ein Meistwerk.
Technisch kann sich die Blu-ray-Version von der zweiten Staffel durchaus sehen lassen. Die Bilder wirken allesamt sehr scharf und der Ton kann überzeugen. Zur Sicherheit habe ich auch die DVD-Fassung betrachtet, der Unterschied ist sehr gut auszumachen. Falls ihr euch also nicht sicher seid, welche Version ihr euch holen möchtet, empfehlen wir die Blu-ray-Version. Der kleine Aufpreis lohnt sich auf jeden Fall und ist schnell wettzumachen.

Episoden-Guide:

Episode 1: Immer lächeln
Episode 2: Beirut
Episode 3: Das Video
Episode 4: Zimmer 416
Episode 5: Am Ende der Lügen
Episode 6: Ein verdammtes Wrack
Episode 7: Ein Tag am Fenster
Episode 8: Abflug
Episode 9: Der beste Freund
Episode 10: Eine Art Liebe
Episode 11: Ein grosser Tag
Episode 12: Wieder im Wald

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Fazit

Die zweite Staffel von Homeland ist ein Meisterwerk der Superlative. Die Drehbuchautoren konnten auf jeden Fall die hohe Messlatte der ersten Staffel halten, wenn nicht sogar zusätzlich anheben. Die Spannung, die die ganze Zeit hindurch der Staffel erhalten bleibt, ist schlicht fantastisch. Handlungszwänge, Lügen, Emotionen und Veränderungen werden derart großartig in Szene gesetzt, dass der Zuseher nach einer Episode gleich die nächste anhängen möchte. So werden auch überraschende Wendungen perfekt in die Staffel eingefügt, das Liebesspiel zwischen Carrie und Brody ist eine sehr interessante Nebenhandlung. Der Handlungsstrang wird schon zu Beginn der Staffel mit vielen Überraschungen aufgefrischt. Auch die Schauspieler leisten eine großartige Arbeit und spielen ihre Rollen perfekt. Mit Robert Friend wurde ein neuer Charakter in die Serie eingeführt, der positiv auffällt. Jedoch sticht vor allem die schauspielerische Leistung von Claire Danes heraus, die sich zu Recht für einige Nominierungen auszeichnen konnte. Es ist mehr als nur positiv, dass kein einziger Schauspieler mit seiner Rolle abfällt. Jeder hält konstant seine Leistung, und dies ist sicherlich nicht einfach. Homeland besticht bekanntlich auch durch die vielen Emotionen, die schwierig zu spielen sind. Die Serie zieht den Zuseher von der ersten Minute an in den Bann. Wir empfehlen die zweite Staffel schlicht und einfach jedem. Natürlich muss jedoch die erste Staffel bereits geschaut werden, damit die straffe Handlung nachvollziehbar ist. Homeland, die 2. Staffel, ist ein Meisterwerk der heutigen Zeit.


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