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Rotes Kreuz – Kriegsverbrechen in Videospielen bestrafen

Veröffentlicht 2. Oktober 2013 | 14:00 Uhr von Sandra




Nein, ausnahmsweise geht es einmal nicht darum, dass wir – Achtung, Ironie – Videospieler eine entartete böse Gattung sind, die vor lauter Gewalt in Spielen nicht mehr wissen was sie tun. Vielmehr geht es darum, dass uns das IKRK (Internationale Komitee vom Roten Kreuz) offenbar ernster nimmt als bisher angenommen – auch wenn der Ausdruck dessen etwas, sagen wir, ungewöhnlich anmutet. Aktuell gibt es eine Forderung des IKRK, wonach in Videospielen Kriegsverbrechen bestraft werden sollten. In verschiedenen Artikeln, u.a. pcgmedia unter Berufung auf einen BBC-Bericht, hat man sich dem Thema, sprich der Forderung des Roten Kreuzes, angekommen und erklärt, wie dies genau zu verstehen ist.

Das wohl aktuellste Beispiel dürfte Grand Theft Auto 5 sein, in dem es auch zu einer durchaus massiven, definitiv diskutierbaren Folterszene kommt. Von den Passanten, die man ungestraft über den Haufen fahren, ballern, usw. kann, ganz zu schweigen. Fällt das Zivilisten umnieten nur bedingt straffrei aus, denn wenn man es lange genug macht, wird die Polizei aufmerksam und bestraft den Spieler. Anders die für Kritik sorgende Folterszene, die keinerlei Konsequenzen nach sich zieht und der Anschein erweckt werden kann, dass es „normales Verhalten“ sein könnte. Aber nicht nur GTA 5 wird als Beispiel genannt, auch Spiele wie Battlefield 3, da das Klauen eines Dogtags als Kriegsverbrechen gesehen wird (und offenbar als solches auch zählt – Maßstab IKRK) oder Medal of Honor sowie Call of Duty werden in der Aufzählung genannt.

Dem IKRK geht es allerdings nicht darum die Spiele zu zensieren oder vom Markt zu nehmen. Vielmehr wolle man erreichen, dass die Spiele an tatsächliche Gegebenheiten angepasst werden. Generell würden, so heißt es in der Erklärung, die Spiele immer realistischer, vor allem optisch. Es könne daher schon einmal vorkommen, dass die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen. Umso wichtiger sei es laut IKRK, dass man ergänzend zu den partiell in Spielen vorhandenen Gräueltaten einführt, dass diese – wie im echten Leben auch – Konsequenzen nach sich ziehen, sprich bestraft werden. Im BBC-Beitrag heißt es dazu:

Videospiele, welche Kriegsschauplätze präsentieren … sind sehr nahe an der Realität dran und inzwischen ist es schwerer geworden die Grenze zwischen Schauplätzen in Videospielen und echten Geschehnissen zu ziehen. Ein logischer Schritt wäre den Realismus noch mehr in die Spiele zu bringen, d.h. die Regeln und Konsequenzen müssen ebenfalls vorhanden sein.
(…)
In Konflikten wie aktuell in Syrien ist das Angreifen von Zivilisten ein Verbrechen. In Videospielen dagegen können Spieler um sich schießen ohne bestraft zu werden und in einigen Spielen können Spieler Zivilisten angreifen oder während Verhören ungestraft folgern.

Wie seht ihr das? Teilt ihr die Meinung des Roten Kreuzes oder seid ihr ganz anderer Ansicht? Wir sind auf eure Kommentare gespannt.


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Kommentare

  • Dracken sagt:

    Hmm naja eigl. haben die ja Recht, aber die Leute/wir spielen ja Spiele um Verbotene Dinge zu machen um Dinge zu tun die wir draußen nicht dürfen. Ob Auto Rennen, Schlägereien, Diebstahl all dies sind Dinge die wir eher nicht im Normalen Leben tun also wird es im Spiel gemacht und man sollte nicht für was im Spiel bestraft werden was man doch grade machen will außer die Spieler WÜNSCHEN die Konsequenz, so werden z.B. in Auto-Renn Spielen Polizei Autos gewünscht oder in GAT die Polizei die eingreift.
    Aber man sollte immer es so handhaben das der Spieler auch noch Spaß haben kann.

    Vielleicht sollten die Entwickler wirklich noch beim Ladebildschirm schreiben “nicht nachmachen!”. Im alten NFS Most Wanted stand dies auch wirklich! beim Start des Spiels das man im echten Leben nicht rasen soll und sich anschnallen soll.

    Soviel von mir.

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