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The Walking Dead – Staffel 4 Blu-ray Test / Review

Veröffentlicht 23. November 2015 | 18:49 Uhr von Sandra




Seit 2010 präsentiert Frank Darabont die TV-Serie The Walking Dead, welche, basierend auf der Comic-Reihe von Robert Kirkman und Tony Moore, eine postapokalyptische Welt bietet, in der all diejenigen, die noch menschlich sind dagegen ankämpfen nicht zu Zombies zu mutieren. Aber manches Mal sind es nicht die Untoten, von denen Gefahr ausgeht, sondern vielmehr weitere Überlebende, die, aus welchen Gründen auch immer, dazu neigen ihre Mitmenschen von der Erdoberfläche tilgen zu wollen. Solche Erfahrungen müssen auch Rick, Glen, Hershel, Michonne, Maggie, Carol und Daryl sowie die anderen der Gruppe, die im Fokus der The Walking Dead Erzählung stehen, immer wieder machen. Und ist die eine Gefahr gebannt, kann man sicher davon ausgehen, dass andernorts eine neue Bedrohung aufzieht.

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Es kann der frömmste nicht in Frieden leben …

… wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt. Woodbury ist Geschichte und Überlebende der einstigen Govenor-Enklave finden im Gefängnis bei Rick und Co. Unterschlupf. Anfänglich hat es den Anschein, dass die Gruppe so etwas wie Normalität erlebt und sich als Farmer und Viehzüchter versuchen. Ein Stück weit schwer wiegt, dass Rick nicht mehr das uneingeschränkte Vertrauen der Menschen genießt. Infolge dessen setzt er sich selbst als Anführer ab und es formiert sich der Rat, bestehend aus Hershel, Daryl, Glen, Carol und Sasha, die fortan die Verantwortung tragen. Somit plätschert die vierte The Walking Dead Staffel erst einmal dahin, quasi auch ein Stück weit „back to the Roots“. Es geht im Ganzen erst einmal weniger um die Katastrophe, die Bedrohung durch Beißer („Walker“ im Englischen) an sich, sondern wieder mehr um die Figuren und ihre Entwicklungen, was sie antreibt, wie sie ticken und was sie selbst und miteinander erreichen wollen. Je nach Charakter mehr bzw. weniger ausprägt, bleiben, durchaus auch vorhersehbar, Überraschungen nicht aus.

Aber für Friede, Freude, Eierkuchen und Ringelpietz mit Anfassen ist kein Platz in einer Welt, die von Zombies überrannt wurde. Außerdem ist auch immer noch der Govenor irgendwo unterwegs und er sinnt, wie könnt es auch anders sein, auf Rache. Und ja, diese wird er ausleben können, dafür aber auch entsprechend bezahlen. Leider bedeutet des Govenors Ansinnen auch, dass man sich nicht nur von ihm final als personifizierten Drecksack verabschieden muss, im Übrigen einfach fantastisch von David Morrissey gespielt, sondern auch von wahrlich lieb gewonnenen Figuren. Und da der Govenor als Bedrohung von außen noch nicht ausreicht, haben die Macher noch eine Gefahr in Form einer alles dahin raffenden Grippe mitten ins Zentrum des Gefängnisses gepflanzt. Das ist das Stichwort für Carol (Melissa McBride), die aus unserer Sicht einen durchaus krassen Weg einschlägt, da sie das „ich nehme alle in den Arm und tröste sie zu Tode“ ablegt und in Full-Survival-Modus umschaltet. Sie lehrt andere die Selbstverteidigung und sorgt am Ende auch dafür, dass ihr durchaus mal schwer schlucken müsst. Michonne wiederum markiert ein Stück weit das Gegenteil, da ihr sie nicht nur näher Kennenlernen könnt, sondern sie sich als durchaus freundliche sowie verlässliche Partnerin erweist.

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Bevor es langweilig wird …

… haben sich die verantwortlichen The Walking Dead Macher dazu entschieden auch das Gefängnis in die Annalen der Geschichtsbücher eingehen zu lassen. Der Angriff durch den Govenor sowie die nachfolgenden Zombies besorgen den Rest, so dass den Bewohnern nichts anderes übrig bleibt als zu fliehen. Sie verteilen sich Grüppchenweise in alle Himmelsrichtungen und verleihen damit der vierten Staffel eine neue, frische Dynamik. Auf Dauer, da sind wir ehrlich, hätte das „wir versuchen uns gesellschaftlich von Grund auf neu in Gefängnismauern zu etablieren“ auch nicht funktioniert. Da nun aber Rick (Andrew Lincoln), Carl (Chandler Riggs) und Michonne (Danai Gurira) zusammen unterwegs sind und ihr Ding machen, ebenso wie Glen und Tara oder auch Daryl und Beth sowie Carol in Gemeinschaft mit Tyreese, Judith, Lizzie und Mika, baut sich wieder so etwas wie Spannung auf. Auf der Hand liegt natürlich auch, dass vor allem die bis hierhin tragenden Figuren wieder zusammenfinden müssen. Schwerlich vorstellbar, dass man die für den Moment eingeschlagene Route fortführen würde. Aber in dieser Situation und um neue Ausgangsbasen zu schaffen, nicht zuletzt auch um weitere Charaktere einzuführen, war die Zerstreuung der Gruppe ein probates Mittel.

Apropos neue Figuren … an dieser Stelle sollten Abraham Ford (Michael Cudlitz) sowie seine Begleiter Rosita (Christian Serratos) und der Wissenschaftler Eugene (Josh McDermitt) genannt sein. Eugene wird anfänglich eine besondere Bedeutung beigemessen, da er für sich beansprucht die Formel für ein Heilmittel zu besitzen und aus diesem Grund um jeden Preis nach Washington D.C. eskortiert werden müsse – lebend, versteht sich. Wobei vorzugsweise menschlich wohl die treffendere Beschreibung sein dürfte.

Das Vorhaben scheitert allerdings erst einmal daran, dass Abraham, Rosita und Eugene auf Glen und Tara treffen und man gemeinsam den Weg Richtung Terminus, eine vermeintliche Zufluchtsstätte, einschlägt. Für die Gruppenfindung des inneren TWD-Kerns wiederum eine gute Sache, denn es wird gemeinhin dafür gesorgt, dass die Verstreuten quasi magnetisch von dem ehemaligen inzwischen von zwielichtigen Bewohnern okkupierten Bahnhofsgelände angezogen werden. Schnell lernen die Ankommenden, dass man niemanden trauen darf und als Rick, Carl, Michonne, mittlerweile wieder mit Daryl (Norman Reedus) vereint, in Terminus ankommen, ist das Misstrauen, das herrscht, nicht nur fühl-, sondern massiv greifbar. Ein Lächeln kann über den angesetzten Dolch am Rücken, der nur darauf wartet tief ins Fleisch einzutauchen, nicht hinweg täuschen. Mehr noch, wenn Fremde, die sich versuchen als Freunde auszugeben, Kleidung und Gegenstände von wahrlich vertrauten Weggefährten besitzen, kann etwas gewaltig nicht stimmen. Und es kommt, was kommen muss: Rick und seine Gefolgsleute haben zunächst keine Chance gegen die Bewohner Terminus‘ und müssen sich vorerst geschlagen geben. Aber das gipfelt immerhin in einem Wiedersehen mit Glen (Steven Yeun), Maggie (Lauren Cohan), Tara als auch Abraham, Bob, Sasha (Sonequa Martin-Green), Rosita sowie Eugene und dem finalen Staffelsatz von Rick, der konstatiert, dass sich die Terminus-Leute mit den Falschen angelegt haben.

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Bild, Ton und Blu-ray Inhalte

Wie gewohnt gibt sich auch The Walking Dead Staffel 4 in der Blu-ray Variante keine Blöße, wenngleich sicherlich hier und da noch gefeilt, verbessert und auch getunt werden könnte. Nichts desto weniger ist der Bild- und Ton-Mix stimmig und in Sachen Atmosphäre überzeugt The Walking Dead Staffel 4 auf ganzer Linie, was aber auch ein Stück weit den Darstellern geschuldet ist. Je nach Vorliebe kann TWD Season 4 mit deutscher Synchronisation geschaut werden oder mit englischem Originalton. Die Sprachausgabe ist in beiden Fällen ordentlich und gut verständlich. Intensiver, authentischer erweist sich das Ganze natürlich in O-Ton. Insgesamt bietet die The Walking Dead Staffel 4 Blu-ray folgende Inhalte:

  • alle 16 Episoden UNCUT
    • 8 Min. bislang ungesehenes Material exklusiv auf Blu-ray: Episoden 9 (+ ca. 5 Min.) & Episode 14 (+ ca. 3 Min.) Extended -> länger als im TV
  • Knapp vier Stunden Extras:
    • Inside The Walking Dead
    • Making of The Walking Dead
    • Comic-Inspiration
    • Hershel
    • Der Governor ist zurück
    • Gesellschaft, Wissenschaft & Überleben
    • Inside KNB Studios
    • Eine Reise zurück zur Brutalität
    • Deleted Scenes
    • diverse Audiokommentare

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Episodenübersicht der vierten The Walking Dead Staffel:

  • Episode 1 ->: Kein Tag ohne Unglück (30 Days Without An Accident)
  • Episode 2 -> Tod, überall Tod (Infected)
  • Episode 3 -> Quarantäne (Isolation)
  • Episode 4 -> Im Zweifel (Indifference)
  • Episode 5 -> Die Krankheit zum Tode (Internment)
  • Episode 6 -> Lebendköder (Live Bait)
  • Episode 7 -> Handicap (Dead Weight)
  • Episode 8 -> Kein Zurück (Too Far Gone)
  • Episode 9 -> Für Dich (After)
  • Episode 10 -> Neben dem Gleis (Inmates)
  • Episode 11 -> Besetzt (Claimed)
  • Episode 12 -> Alkohol (Still)
  • Episode 13 -> Allein (Alone)
  • Episode 14 -> Schonung (The Grove)
  • Episode 15 -> Vereint (Us)
  • Episode 16 -> Terminus (A)

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Fazit

The Walking Dead Fans können, wie gewohnt, unbesehen – und falls noch nicht geschehen – sorglos bei der Blu-ray zugreifen. Die vierte Staffel überzeugt, nach eher schleppenden ersten Folgen, am Ende mit der Zerschlagung der Gruppe inklusiver deren Neufindung. Garniert mit einem fiesen Cliffhanger sowie den Figuren, die eine zum Teil dramatische Veränderung durchmachen, ist TWD Season 4 für Serien-Fans definitiv Pflichtprogramm. Und wer bis dato in die Zombie-Welt von AMC noch nicht eingetaucht sein sollte, per se aber mit der Thematik etwas anfangen kann, dem sei geraten das einfach endlich mal zu tun!


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Kategorien: Filme Test
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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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