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Xbox One – Was bieten das neue Kinect und Dashboard?

Veröffentlicht 3. September 2013 | 13:46 Uhr von Michael




Was wäre die gamescom 2013 gewesen, wenn wir es nicht geschafft hätten auch einen genaueren Blick auf das neue Kinect -> Kinect 2.0 sowie das Dashboard der Xbox One zu werfen. Hierfür wurden wir in einen kleinen, eher unscheinbaren Raum im Microsoft Business Bereich eingeladen. Wobei wir an dieser Stelle gleich anmerken können, dass das neue Kinect auch in diesem kleinen Raum einwandfrei funktioniert hat! Ergänzend wurden wir informiert, dass alles, was uns gezeigt wurde, mit sogenannter „Release-naher-Hardware“ gelaufen ist. Gemeinhin versteht sich dies als Beta-Phase, bei der die letzten Kniffe, Fehler Behebungen und Co. durchgeführt werden. Neben Kinect bekommt auch das Dashboard einige Veränderungen spendiert, und von einem Teil dieser Neuerungen können wir ebenfalls berichten. Den Anfang macht aber erst einmal Kinect, da wir euch die wichtigsten Fakten und Features des kommenden Xbox One Kinect 2.0 auflisten:

Kinect 2.0:

  • Der Spieler mit dem Controller in der Hand wird vom Kinect Sensor erkannt und automatisch mit seinem Gamertag als Spieler 1 angemeldet;
  • Ein zweiter Spieler muss durch winken signalisieren, dass er sich anmelden will.
  • Mittels Voice-Feature kann auf die verschiedenen Apps des Dashboards zugegriffen werden, u.a. Erfolge, Freundesliste, etc..). Als Beispiel diente: „Xbox go to Achievements“ und die Erfolge-Applikation wurde geöffnet. Weitere Details speziell zu diesem Punkt auch weiter unten im Text;
  • Kinect 2. 0 erkennt die Spieler auch anhand der registrierten Stimme. Somit können Spieler abwechselnd Befehle über Kinect aussprechen. Dank der Stimmenidentifikation werden nur Inhalte der jeweils sprechenden Person angezeigt;
  • Es können bis zu 6 Spieler gleichzeitig mit Kinect 2.0 interagieren und spielen.

 

Kinect Features

Zusammenspiel mit eventuell weiteren, angeschlossenen Geräten:

Der neue Kinect Sensor strahlt Wellen aus, die von vielen Geräten empfangen werden können, vergleich mit einigen z.B. Universalfernbedienungen, die ebenfalls auf diese Technologie setzen. So kann anhand des Herstellercodes eines z.B. modernen/neuen Fernsehers, dieser zur Xbox One hinzugefügt werden. Dies erlaubt, dass Hardwarespezifischen Kommandos, die an das Voice-Feature des Kinect gebunden werden, zum Beispiel seinen Fernseher mit den Voice-Features zu steuern. Beispielsweise stellt das Kommando „Xbox mute“ den Fernseher auf lautlos. Dieses Extra soll für möglichst viele Geräte zur Verfügung stehen. Möglich ist der Einsatz generell bei Geräten, die auf eine solche Wireless Technologie setzen. Es soll aber auch für die Geräte zum Einsatz kommen, die direkt an der Xbox One angeschlossen werden können, z.B. Home Cinema Anlagen, HD-Recorder, usw..

Power Management (Energieverbrauch):

Während der Vorführung betonte Microsoft, dass die Xbox One extrem stromsparend konzipiert wurde. Im Standby Modus reagiert der Kinect Sensor nur auf die Befehle “Xbox on” und „Wake-on-LAN”. Der Begriff „Wake-on-Lan“ vernetzt die Xbox One mit dem Internet, so dass automatisch System- oder Spiele-relevante Installationen/Updates vorgenommen werden können. Das heißt, wenn die Xbox im Standby-Modus ist und es wird ein Update für ein Spiel in der Bibliothek oder in den Systemkomponenten aufgeschaltet, wird dies automatisch im Hintergrund heruntergeladen und installiert – natürlich immer nur dann, wenn der Spieler den Befehl dazu erteilt hat.

Xbox One Sprachbefehle:

(Momentan sind alle verfügbaren Sprachbefehle ausschließlich in Englischer Sprache verfügbar. Zum Release der Xbox One werden die Befehle sicher in der jeweiligen Landessprache angepasst verfügbar sein.

Auf der Xbox One wird es viele Dinge geben, die mithilfe der Sprachbefehle während dem Spielen durchgeführt werden können. Nachfolgend eine Zusammenstellung der präsentierten Sprachbefehle:

  • “Xbox record that” -> Die Xbox One wird standardmäßig immer die letzten 30 Sekunden, die man gespielt hat als Video zwischenspeichern. Sobald dieser Befehl gegeben wird, werden die letzten 30 Sekunden in ein 720p Video umgewandelt und in der Bibliothek gespeichert.
  • “Xbox  Snap Manager” -> Mit diesem Befehl können verschiedene Apps, Fenster und Co. gleichzeitig angezeigt werden. Programme wie z.B. Skype, TV-Programme oder auch Spiele können so gleichzeitig und direkt verwaltet werden.
  • “Xbox go to game” -> Öffnet eine Instanz des Spiels und erlaubt auch den Wechsel zwischen zwei laufenden Spielen, ohne das eine Disc gewechselt werden muss. Jedes Spiel kann auf Harddisk installiert werden. Erfolgt dieser Schritt, ergeht eine Kategorisierung. Dies erlaubt den Zugriff auf die so entstehende gesamte Spiele-Bibliothek, was wiederum Spiele wechseln ohne Disc einfach gestaltet. (Optionale Möglichkeit)

Reaktionsdemo Kinect:

Zuletzt wurde uns noch eine Reaktionsdemo für den Kinect Sensor gezeigt, die uns demonstrieren sollte, wie schnell Kinect 2.0 inzwischen reagiert. Zu diesem Zweck wurde uns ein Minigame an die Hand gegeben (es war ein Shooter), den man mit dem Controller und dem Kinect spielen kann.

Wir befanden uns in einem leeren Raum, aber die Gegner konnten wir nicht mit bloßem Auge erkennen. Also mussten wir eine Röntgensicht aktivieren. Dies haben wir durch kurzes Antippen der Schläfe erledigt. Daraufhin wurde unser Sichtfeld grünlich und die gegnerischen Drohnen wurden sichtbar. Ein weiteres Element der Kinect-Steuerung ist ein “auf-die-Seite-lehnen”-Feature. Dabei lehnten wir den Oberkörper entweder nach rechts oder links und unsere Spielfigur tat es uns gleich. So konnten wir sehr einfach aus der Deckung hervorgucken oder schneller in eine bestimmte Richtung sprinten. Zuletzt versuchten wir uns noch an der Voice-Integration. Nachdem wir per simplen Fingerzeig einige Gegner markiert hatte, konnte wir mit dem Befehl “fire Rockets” eine Killing-Combo auslösen, mit der alle markierten Gegner mit diesen Raketen erledigt wurden.

Unsere anhand dieser kleinen Demo gewonnenen Meinung zur Reaktionszeit:
Kinect setzte die Befehle quasi so gut wie direkt um. Das Tippen an die Schläfe funktionierte am besten, der Teil mit den Raketen sah hingegen noch recht  unbeholfen aus, und der Sprachbefehl wurde über eine Sekunde verzögert ausgelöst. Wir sind nichts desto weniger begeistert, welche Features das Kinect 2.0 mit sich bringt und wie gut es bereits läuft. Das Ganze hat zwar noch einige Verbesserungen vor sich, aber im Gegensatz zu Kinect 1.0 wird hier viel eher eine wirkliche Glanzleistung an Technik geliefert.

Wie versprochen hier auch noch die uns gezeigten Fakten und Details zum neuen Look des Xbox One Dashboards:

  • Im Gesamten viel simpler als das Dashboard der Xbox 360;
  • Grundsätzlich in drei Bereiche eingeteilt: Wir nennen sie jetzt mal hier sozusagen unter uns „Links“, „Mitte“ (Home) und „rechts“;
  • Gestartet wird immer in der „Mitte“: Das ist der Home-Bereich. Hier wird man immer die zuletzt ausgeführten Apps, Programme als auch das zur Zeit eingelegte Spiel angezeigt bekommen;
  • „Links“ befinden sich die installierten Apps und Programme, jedoch nicht (!) die Xbox Dienste;
  • „rechts“ befinden sich alle Xbox Store relevanten Angebote, Überischten, usw. (ehemals Xbox Markplatz) als auch die Xbox Dienste, wie z.B. Musik oder Video.

 

Xbox-One-Dashboard

Erfolge / Achievements und Belohnungen:

Die grundlegenden Erfolge bleiben erhalten, wurden jedoch erweitert. So gibt es so genannte „Dynamic Achievements“, die vom Publisher erstellt werden und grundsätzlich zeitlich limitiert sind. Leider wurde nicht geklärt, wie sich das effektiv auf den generellen Gamerscore eines Spielers auswirkt. Auch die damit verbundene Erfolge-App unterteilt sich in verschiedene Bereiche. Ganz links sind besagte Dynamic Achievements zu finden, daneben der Freunde-Feed gefolgt von den eigenen Erfolgen, welche jetzt erfreulicherweise nach Plattformen sortiert werden können (PC, Windows Phone, Xbox 360, Xbox One)

Freunde / Friendslist und Avatare:

Im Freunde-Feed wir zu sehen sein, welche Erfolge aktuell von Freunden erspielt wurden. Auch wird man diese direkt betrachten können (Detailansicht). Neu ist, dass jetzt bis zu 1000 Freunde hinzugefügt werden können. Für Fans des „Spieler-Stalking“ wurde, ähnlich wie von Twitter bekannt, ein Follower-System eingerichtet, mit dem man seine persönlichen Ikonen “stalken” kann. Ein Spieler kann unendlich Follower haben. Künftig wird es auch möglich sein Freunde aus der Freundesliste als Favoriten zu markieren. Diese erscheinen dann auch zuerst im Freunde-Feed.

Vollbild Avatare: Für Xbox One Profile werden größere Bilder verwendet werden. Auf diese Weise wird man im Freunde-Feed sofort sehen können, wer mit seiner Xbox One oder mit der Xbox 360 Online ist, Filme guckt oder natürlich spielt.

Vielen Dank unseren Korrespondenten auf der gamescom, Ronny „R00ney1989“ Wunderlin, der für uns das neue Kinect als auch das neue Dashboard so ausführlich und detailliert unter die Lupe genommen hat.


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Kategorien: Gamescom 2013 News Spielemessen Xbox One News
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